Nach Waadt und Genf – Walliser Behörden ermitteln wegen gefälschter Impf-Zertifikate
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Nach Waadt und GenfWalliser Behörden ermitteln wegen gefälschter Impf-Zertifikate

In den Kantonen Waadt und Genf sind 300 falsche Covid-Bescheinigungen im Umlauf. Nun hat auch das Wallis die Ermittlungen aufgenommen.

von
Zoé Stoller
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Der Kanton Wallis ermittelt nun wegen möglicher gefälschter Covid-Zertifikate. 

Der Kanton Wallis ermittelt nun wegen möglicher gefälschter Covid-Zertifikate.

20min/Marco Zangger
Grund dafür ist, dass am Wochenende ein Fall einer falschen Bescheinigung gemeldet wurde. 

Grund dafür ist, dass am Wochenende ein Fall einer falschen Bescheinigung gemeldet wurde.

20min/Marco Zangger
Im Kanton allein sind fast 800 Personen dazu befugt, Covid-Zertifikate auszustellen.

Im Kanton allein sind fast 800 Personen dazu befugt, Covid-Zertifikate auszustellen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • In mehreren Kantonen wurden falsche Impfbescheinigungen ausgehändigt.

  • Nun hat auch die Walliser Staatsanwaltschaft und die Polizei Untersuchungen dazu eingeleitet.

  • Personen, die gefälschte Zertifikate aushändigen oder verwenden, müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Am Freitag teilte die Waadtländer Polizei mit, dass rund 100 gefälschte Covid-Zertifikate im Umlauf seien. Auch im Kanton Genf besteht der Verdacht auf zirka 200 falsche Bescheinigungen. Nun hat auch die Kantonspolizei Wallis die Untersuchungen dazu aufgenommen, wie der «Walliser Bote» schreibt.

Eine nicht bekannte Anzahl an Apotheken-Mitarbeitenden wird verdächtigt, in den Kantonen Waadt und Genf falsche Impfzertifikate ausgestellt zu haben. Die Betrügerinnen und Betrüger kommen aus diversen Positionen, sowohl Assistenten und Assistentinnen als auch Apotheker und Apothekerinnen werden überprüft. Für eine Bescheinigung sollen sie 400 Franken verlangt haben. Sowohl die Täterinnen und Täter als auch die Personen, die die Zertifikate verwenden, können strafrechtlich verfolgt werden.

Erster Verdacht auf gefälschtes Impfzertifikat

Bisher liefen weder bei der Walliser Staatsanwaltschaft noch bei der Polizei Ermittlungen über mögliche Ausstellungen gefälschter Impfzertifikate. Der Walliser Gesundheitsminister Mathias Reynard (SP) sagt dazu: «Jedoch haben wir am Wochenende eine erste Meldung erhalten, die den Verdacht auf die Ausstellung eines falschen Covid-Zertifikats enthielt.» Man habe nun diesbezüglich Untersuchungen eingeleitet. Insgesamt sind fast 800 Personen imstande, Impfbescheinigungen auszuhändigen.

Das Beispiel der Betrügerinnen und Betrüger aus Genf zeigt, dass es nicht schwierig ist, eine solche Attestfälschung durchzuführen. Die Kundinnen und Kunden brauchen lediglich ihren Namen und ihr Geburtsdatum anzugeben, um ein Zertifikat zu erhalten. Dieses ist laut dem Genfer Staatsanwalt Olivier Jornot nicht von einem echten zu unterscheiden. Er bemängelte die Überwachung der Aushändigung der Bescheinigungen in der betroffenen Impfstation. Dort gebe es kein Vier-Augen-Kontrollverfahren. Problematisch ist laut Jornot auch der Zugang zum Passwort für den Computer, das täglich vom Bundesamt für Gesundheit zugestellt wird. Da der Computer nach einer einmaligen Eingabe frei zugänglich bleibt, ist es für die Täterinnen und Täter ein Leichtes, einen QR-Code auszuhändigen.

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