Hightech: Nun kommt der E-Joint
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HightechNun kommt der E-Joint

Nach der E-Zigarette rollt der nächste Dampfer an: Diesmal in der Kiffer-Version. Der E-Joint verspricht «gesundes» Rauchen und kommt in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

von
J.-C. Gerber
Noch gibt es erst eine Version ohne THC, doch bald schon soll es möglich sein, mit dem E-Njoint richtig zu kiffen. (Bild: PD)

Noch gibt es erst eine Version ohne THC, doch bald schon soll es möglich sein, mit dem E-Njoint richtig zu kiffen. (Bild: PD)

Das Wichtigste vorweg: Noch enthält der E-Njoint der gleichnamigen Firma kein Cannabis. Die erste Version des Dampfers mit dem leuchtenden Hanfblatt ist eher eine elektronische Shisha, die sich mit sechs verschiedenen Geschmäckern von Apfel bis Wassermelone befüllen lässt. Auf ihrer Website hat E-Njoint aber bereits eine Version angekündigt, mit der sich auch «trockene Kräuter» und «Wachs» verdampfen lassen.

Die E-Joints sind für den mehrmaligen Gebrauch konzipiert, spätere Modelle sollen sich wiederaufladen lassen. Wenn man daran zieht, leuchtet an einem Ende ein Hanfblatt grün auf. Bereits produziert E-Njoint täglich 10'000 elektronische Joints.

«Im legalen Rahmen»

Das Unternehmen betont, nichts Verbotenes zu machen: «Holland ist weltberühmt für seine liberale und tolerante Haltung gegenüber weichen Drogen. Die Präsentation dieses neuen Produkts ist eine klare Ansage. Solange du niemanden belästigst oder störst und dich im legalen Rahmen bewegst, ist alles gut», erklärt Menno Contant, CEO von E-Njoint.

Auf seiner Website betont der Hersteller, dass im E-Njoint weder Nikotin noch Teer enthalten sind und nur harmlose und sichere Inhaltsstoffe im Wasserdampf verdampft werden. Allerdings verhält es sich beim E-Njoint ähnlich wie bei herkömmlichen E-Zigaretten: Noch gibt es von der Wissenschaft kein abschliessendes Urteil zu möglichen Gefahren für die Gesundheit.

Mit E-Zigaretten möglich

Allerdings bleibt die Frage, ob bei Cannabiskonsumenten überhaupt Bedarf nach dem E-Njoint besteht. Auch in konventionellen E-Zigaretten kann Hanfextrakt verdampft werden. Dazu braucht man dieses lediglich in die übliche Basislösung für E-Zigaretten zu geben, wie Werner Bösch von Werners Head Shop erklärt. Da Hanfextrakt aber unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, ist es hierzulande nicht legal erhältlich. Konsumenten, die sich ihr Hanfextrakt aus anderen Quellen besorgen, laufen Gefahr, an schlechte Substanzen zu geraten.

Bösch sähe es deshalb lieber, dass bereits fixfertige Hanflösungen für E-Zigaretten verkauft werden dürfen - und zwar in einem staatlich regulierten Markt. Dies sei bereits in denjenigen US-Bundesstaaten der Fall, in denen der Cannabiskonsum legalisiert worden ist. Besonders für Konsumenten von medizinischem Marihuana wäre die Einnahme über eine E-Zigarette optimal. «Das ist die Zukunft», ist Bösch überzeugt.

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