Der WWF warnt: Nun lebt die Welt auf Pump
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Der WWF warntNun lebt die Welt auf Pump

Die Welt lebt auf zu grossem Fuss. Die Menschen haben bereits jetzt alle natürlichen Ressourcen, die sie pro Jahr von unserem Planeten zugut haben, aufgebraucht.

von
jcg
Wer weniger fliegt, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks, sagt der WWF.

Wer weniger fliegt, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks, sagt der WWF.

Am Dienstag war «World Overshot Day»: Bis zu diesem Tag sind von der Menschheit bereits so viele natürliche Ressourcen verbraucht worden, wie die Erde innerhalb eines ganzen Jahres erneuern kann. Erstmals habe die Weltbevölkerung im Jahr 1987 mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde produzieren könne. Damals fiel der sogenannte «World Overshoot Day» auf den 19. Dezember. Seither hat sich der Tag immer weiter nach vorne verschoben.

Mittlerweile wären laut WWF bereits über 1,5 Planeten nötig, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu stillen. Bis 2050 müssten es gar 2 Planeten sein. Hauptgründe für die steigende Ressourcennachfrage seien das Bevölkerungswachstum und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch.

Jeder kann seinen Fussabdruck verkleinern

Den grössten ökologischen Fussabdruck hat Katar, gefolgt von Kuwait und den Arabischen Emiraten. Würden alle so leben wie die Katarer, wären 6,6 Planeten nötig. Auf Platz vier liegt Dänemark, auf Platz fünf die USA mit einem Jahresverbrauch von 4 Planeten. Am Ende der Rangliste liegen Afghanistan, Osttimor und Palästina mit 0,3 und weniger Planeten.

Die Schweiz belegt mit 2,8 Planeten Rang 21. Die Umweltbelastung entstehe vor allem durch Wohnen (32 Prozent), Ernährung (33 Prozent) und private Mobilität (13 Prozent).

Der WWF verweist in seiner Mitteilung darauf, dass jeder zu einem kleineren ökologischen Fussabdruck beitragen könne - etwa indem er weniger Fleisch konsumiere, weniger fliege oder beim Ersatz eines elektronischen Gerätes das effizienteste kaufe.

Die Grundlagen zur Berechnung des «World Overshoot Days» stammen vom «Global Footprint Network», einer Partnerorganisation des WWF. (jcg/sda)

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