Bergung geglückt: Nun schwimmt die Merlin endlich wieder
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Bergung geglücktNun schwimmt die Merlin endlich wieder

Endlich ist es passiert- die Merlin wurde am Dienstag vollständig gedreht. Seit August lag das havarierte Schiff im Basler Rheinhafen.

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Der Dienstag war ein spezieller Tag für den Schweizer Wasserbau AG und die Schweizerischen Rheinhäfen, denn um 15.30 Uhr gelang den zehn Fachleuten unter der Leitung von Enrico Haltiner die komplette Drehung des Kranschiffs Merlin.

Auch Simon Oberbeck, Pressesprecher der Schweizerischen Rheinhäfen, war sichtlich erleichtert: «Man hat ja schon fast nicht mehr daran geglaubt», scherzte Oberbeck, dem man die Anstrengungen der letzten Tage ansah.

Komplette Drehung geglückt

Am 4. August war die Merlin mit dem Schiffsrumpf nach oben auf Grund gelaufen. Seither lag das Transportschiff vor den Basler Rheinhäfen. Am 8. Oktober um 14 Uhr begannen die Bergungsarbeiten. Diese dauerten deutlich länger als geplant, da unvorhergesehene Komplikationen die Arbeiten verzögerten.

Am Dienstag jedoch glückte die komplette Drehung, was von vielen Schaulustigen verfolgt wurde. Darunter auch Ursi (65) und Rolf (70) Kissling aus Kirchen: «Wir haben die Bergung der Merlin über mehrere Tage mitverfolgt - nun wollen wir auch noch das grosse Finale sehen», gaben sie an.

Auch für Enrico Haltiner von der Firma ASN International GmbH, die von der Schweizer Wasserbau AG mit der Einsatzleitung der Bergungsarbeiten beauftragt wurde, war die Drehung ein grosser Moment. Wie viele Schaulustige griff auch er zur Kamera, um den Erfolg im Bild festzuhalten.

Abtransport steht nichts im Weg

Die Merlin schwimmt nun wieder selbständig. Der Laderaum vorne wurde dazu komplett ausgepumpt, lediglich das Heck muss noch von den restlichen Wassermengen befreit werden. Danach soll das Kranschiff gesichert und anschliessend abtransportiert werden.

«Noch heute soll das Auspumpen und Sichern des Schiffs erfolgen. In den nächsten Tagen wird die Merlin dann abtransportiert», erklärt Oberbeck. Ziel ist es, das Kranschiff ins Hafenbecken 1 zu manövrieren. Dort soll es der Staatsanwaltschaft zur Begutachtung übergeben werden. Ob es jemals wieder zum Einsatz kommen wird ist mehr als fraglich.

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