«Time out»: Nun spricht die Logik gegen die Kloten Flyers
Aktualisiert

«Time out»Nun spricht die Logik gegen die Kloten Flyers

Der EHC Biel besiegt die Kloten Flyers 3:2 nach Penaltys. Endet die Qualifikation logisch, schafft Biel die Playoffs.

von
Klaus Zaugg
Wenn jetzt keine Überraschungen mehr passieren, schafft es der EHC Biel in die Playoffs.

Wenn jetzt keine Überraschungen mehr passieren, schafft es der EHC Biel in die Playoffs.

Also doch: Kevin Schläpfer ist immer noch ein bisschen ein Hockey-Gott. Er hat die letzte Chance gepackt und mit zwei Siegen in zwei Tagen den Rückstand auf Kloten und den 8. Platz von sechs auf zwei Punkte verkürzt.

Die Bieler liessen sich gegen Kloten, noch immer eine der schnellsten Mannschaften der Liga, nicht auf ein offensives Wettrennen ein. Mit erstaunlicher Geduld und Disziplin und viel, viel Glück gelang es, die läuferischen Vorteile der Klotener weitgehend zu neutralisieren.

Die Rechnung wäre fast zu hundert Prozent aufgegangen. Aber schliesslich schafften die Klotener im Schlussspurt doch noch den hoch verdienten Ausgleich zum 2:2. Die Entscheidung fiel schliesslich im Penaltyschiessen für die Bieler: Ehrensperger, Micflikier und Beaudoin trafen gegen Rüeger. Berra liess sich nur von Bodenmann bezwingen.

«Mehrmals Schwindelanfälle»

Aber Kevin Schläpfer ist eben nur noch ein bisschen und nicht mehr zu hundert Prozent ein Hockey-Gott: Biel hätte dieses Spiel nach 60 Minuten gewinnen und drei Punkte holen müssen, um zu Kloten aufschliessen zu können. Der «unvollständige» Sieg nach Penaltys bringt nur zwei Punkte ein und lässt Kloten auch einen Zähler. Der Abstand zum 8. und letzten Playoffplatz beträgt immer noch zwei Punkte. Und weil die Direktbegegnungen zwischen den beiden Teams nun ausgeglichen sind, zählt bei Punktgleichheit das Torverhältnis aus allen Spielen. In dieser Wertung ist Kloten (128:125) so viel besser als Biel (141:156), dass es den Zürchern für die Playoff-Qualifikation genügt, am Ende mit Biel punktgleich zu sein.

Kevin Schläpfer in Kloten hat alles richtig gemacht und doch «nur» nach Penaltys gewonnen. Mit dem Beistand der Hockeygötter, ein bisschen Magie und ein bisschen «Voodoo» – so wie letzte Saison - hätte es zum vollständigen Sieg und zu Punktgleichheit mit Kloten gereicht. Kevin Schläpfer sieht es so: «Das alles hat mit Magie nichts zu tun. Es ist ganz einfach so, dass dieses Spiel in Kloten unsere Limiten aufgezeigt hat. Die Flyers sind talentierter als wir und sie waren besser und wir hatten auch zu wenig Energie.

Im Mitteldrittel existierten wir ja fast nicht mehr. Und trotzdem haben wir uns zurückgekämpft, und hätten die Partie im Schlussdrittel noch fast für uns entschieden. Ich habe meinen Spielern in der Kabine gesagt, dass sie auf diese Leistung stolz sein dürfen.» Die Partie sei so intensiv gewesen, dass er richtiggehend erschöpft sei. «Ich hatte während des Spiels an der Bande mehrmals Schwindelanfälle.»

«Können mit Druck umgehen»

Kevin Schläpfer sagt, die Entscheidung sei noch nicht gefallen. «Wir sind immer noch dabei und deshalb fällt uns die Arbeit während der Nationalmannschaftspause viel leichter. Wir haben uns wieder in Reichweite der Klotener herangekämpft und das stimmt mich zuversichtlich. Auch wenn wir die Playoffs nicht mehr schaffen wollten – wir sind bereit. Wir haben jetzt bewiesen, dass wir mit Druck umgehen können.»

Das Restprogramm zeigt, dass die Entscheidung tatsächlich noch nicht gefallen ist. Ja, dass es trotz allem logisch wäre, wenn Biel die Playoffs doch noch schaffen würde. Aber es gibt auch eine Variante Wahnsinn.

Variante logisch

15. Februar

Biel-Ambri

Davos-Kloten

Biel gewinnt, Kloten verliert.

8. Biel 63 Punkte

9. Kloten 62 Punkte

16. Februar

Bern-Biel

Kloten-Lakers

Biel verliert, Kloten gewinnt.

8. Kloten 65 Punkte

9. Biel 63 Punkte

19. Februar

ZSC Lions-Kloten

Kloten verliert

8. Kloten 65 Punkte

9. Biel 63 Punkte

22. Februar

Fribourg-Kloten

Biel-ZSC Lions

Kloten verliert, Biel verliert

8. Kloten 65 Punkte

9. Biel 63 Punkte

23. Februar

SCL Tigers-Biel

Kloten-Servette

Biel gewinnt, Kloten gewinnt.

8. Kloten 68 Punkte

9. Biel 66 Punkte

26. Februar

Biel-Zug

Lugano-Kloten

Biel gewinnt, Kloten verliert

8. Biel 69 Punkte

9. Kloten 68 Punkte

Biel in den Playoffs, Kloten in den Playouts

Variante Kevin Schläpfer ohne Magie

15. Februar

Biel-Ambri

Davos-Kloten

Biel gewinnt, Kloten gewinnt.

8. Kloten 65 Punkte

9. Biel 63 Punkte

16. Februar

Bern-Biel

Kloten-Lakers

Biel verliert, Kloten gewinnt.

8. Kloten 68 Punkte

9. Biel 63 Punkte

19. Februar

ZSC Lions-Kloten

Kloten verliert

8. Kloten 68 Punkte

9. Biel 63 Punkte

22. Februar

Fribourg-Kloten

Biel-ZSC Lions

Kloten verliert, Biel gewinnt nach Verlängerung

8. Kloten 68 Punkte

9. Biel 65 Punkte

23. Februar

SCL Tigers-Biel

Kloten-Servette

Biel gewinnt, Kloten gewinnt nach Verlängerung.

8. Kloten 70 Punkte

9. Biel 68 Punkte

26. Februar

Biel-Zug

Lugano-Kloten

Biel gewinnt nach Verlängerung, Kloten verliert nach Penaltys

8. Kloten 71 Punkte

9. Biel 70 Punkte

Kloten in den Playoffs, Biel in den Playouts

Variante Wahnsinn

15. Februar

Biel-Ambri

Davos-Kloten

Biel gewinnt, Kloten verliert.

8. Biel 63 Punkte

9. Kloten 62 Punkte

16. Februar

Bern-Biel

Kloten-Lakers

Biel gewinnt nach Penaltys, Kloten gewinnt.

8. Kloten 65 Punkte

9. Biel 65 Punkte

19. Februar

ZSC Lions-Kloten

Kloten verliert in der Verlängerung

8. Kloten 66 Punkte

9. Biel 65 Punkte

22. Februar

Fribourg-Kloten

Biel-ZSC Lions

Kloten verliert, Biel verliert

8. Kloten 66 Punkte

9. Biel 65 Punkte

23. Februar

SCL Tigers-Biel

Kloten-Servette

Biel gewinnt, Kloten gewinnt.

8. Kloten 69 Punkte

9. Biel 68 Punkte

26. Februar

Biel-Zug

Lugano-Kloten

Biel gewinnt in der Verlängerung, Kloten verliert nach Penaltys

8. Kloten 70 Punkte

9. Biel 70 Punkte

Kloten in den Playoffs, Biel wegen des schlechteren Torverhältnisses in den Playouts.

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