Widerstand vorprogrammiert - Nun will auch die Stadt Bern, dass Töfffahrende für Parkplätze bezahlen
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Widerstand vorprogrammiertNun will auch die Stadt Bern, dass Töfffahrende für Parkplätze bezahlen

Um den öffentlichen Raum zu entlasten, erwägt die Stadt Bern, auch das Parkieren von Motorrädern kostenpflichtig zu machen. Sie sieht aber auch Gegenargumente.

von
Zoé Stoller
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Die Stadt Bern will nun auch für Töffs Parkgebühren einführen. (Symbolbild)

Die Stadt Bern will nun auch für Töffs Parkgebühren einführen. (Symbolbild)

Tamedia/Urs Jaudas
Dieses Vorhaben basiert auf einer Motion des Grünen Bündnisses und der Jungen Alternative.

Dieses Vorhaben basiert auf einer Motion des Grünen Bündnisses und der Jungen Alternative.

Tamedia/Madeleine Schoder (Symbolbild)
Einer der Vorteile davon wäre, dass Töfffahrende möglicherweise auf den öffentlichen Verkehr umsteigen würden. (Symbolbild)

Einer der Vorteile davon wäre, dass Töfffahrende möglicherweise auf den öffentlichen Verkehr umsteigen würden. (Symbolbild)

Tamedia/Urs Jaudas

Darum gehts

  • In Luzern fallen für Töfffahrende beim Parkieren bald Gebühren an.

  • Auch die Stadt Bern zieht diese Massnahme in Erwägung.

  • Der städtische Verkehrsplaner sieht den vermuteten Widerstand der Töfffahrerinnen und -fahrer als Gegenargument.

Luzern macht es vor: Ab Januar 2022 müssen Töfffahrerinnen und -fahrer für das Parkieren ihrer Fahrzeuge bezahlen. Nun zieht auch die Stadt Bern diese Massnahmen in Erwägung, wie die «Berner Zeitung» schreibt. Aufgrund einer Motion aus dem Jahr 2012 hat die Verkehrsdirektion bis Ende 2022 Zeit für die Erarbeitung einer entsprechenden Vorlage.

In der Motion, die vom Grünen Bündnis und der Jungen Alternative eingereicht worden war, heisst es: «Der Gemeinderat wird aufgefordert, alle weissen Gratis-Motorradparkplätze in der Innenstadt in kostenpflichtige Parkplätze umzuwandeln.» Der Stadtrat erklärte 2014 die Vorlage für erheblich. Seither hat der Gemeinderat die Aufgabe, diesbezüglich eine Vorlage auszuarbeiten.

Entlastung des öffentlichen Raums

«Die knappen Innenstadtflächen werden besser bewirtschaftet», sagt der städtische Verkehrsplaner Karl Vogel. Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass Töfffahrerinnen und -fahrer möglicherweise den Helm zuhause lassen und auf den öffentlichen Verkehr umsteigen würden. Des Weiteren könnte eine Parkplatzgebühr bewirken, dass die Motorräder in Parkhäusern abgestellt würden, was laut Vogel den öffentlichen Raum entlasten würde. Es sind noch keine Zahlen zu den verfügbaren Parkplätzen für Motorräder bekannt. Auch zur Auslastung gibt es keine Statistik. Diese Zahlen werden nun erhoben.

Der vermutete Widerstand der Töfffahrenden wird bei der Ausarbeitung der Vorlage eine wichtige Rolle spielen. Auch die Kosten für die neuen Parkuhren sprechen gegen die Parkgebühren. Schliesslich sieht Vogel die mangelnde Ästhetik der Automaten als Nachteil der Massnahme.

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