Aktualisiert 15.02.2018 19:51

Nati-Captain Diaz«Nun zeigt sich, wie stark diese Gruppe ist»

1:5 gegen Kanada. Miserabel ins Turnier gestartet. Nati-Captain Raphael Diaz nimmt Stellung.

von
Marcel Allemann, Gangneung
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Kalte Dusche: Die Schweizer Hockeyaner werden auf dem falschen Fuss erwischt, wobei Goalie Genoni bereits vier Minuten nach dem Anpfiff einen Ablenker von Bourque aus dem Netz fischen muss.

Kalte Dusche: Die Schweizer Hockeyaner werden auf dem falschen Fuss erwischt, wobei Goalie Genoni bereits vier Minuten nach dem Anpfiff einen Ablenker von Bourque aus dem Netz fischen muss.

Getty Images/Ronald Martinez
Powerplay-Treffer: Bourque lässt sich in die Doppeltorschützen-Liste eintragen. Die Kanadier zeigen sich in Überzahl von ihrer kaltblütigsten Seite und bestrafen die Schweizer Undiszipliniertheiten eiskalt.

Powerplay-Treffer: Bourque lässt sich in die Doppeltorschützen-Liste eintragen. Die Kanadier zeigen sich in Überzahl von ihrer kaltblütigsten Seite und bestrafen die Schweizer Undiszipliniertheiten eiskalt.

Getty Images/Ronald Martinez
Sehenswerter Sololauf: Wojtek Wolski tanzt die Schweizer Hintermannschaft aus und trifft zum vorentscheidenden 4:0.

Sehenswerter Sololauf: Wojtek Wolski tanzt die Schweizer Hintermannschaft aus und trifft zum vorentscheidenden 4:0.

AP/Julio Cortez

Raphael Diaz, das war eine kalte Dusche zum Start.

Ja, sicher. Wir wussten, dass die Kanadier bereit sein werden – und das waren sie auch. Sie gingen in Führung und waren danach in Überzahl zweimal eiskalt. Dann stand es bereits 3:0. Je länger das Spiel dauerte, desto besser fanden wir rein, aber dies ändert natürlich nichts an der bitteren Niederlage.

Wart ihr als Mannschaft überfordert?

Nicht unbedingt überfordert, es waren kleine Details, die uns das Leben schwer machten. Wir brachten die Scheibe zum Teil nicht raus oder in der neutralen Zone nicht tief und waren oft einen Schritt zu spät beim Forechecken. Es waren Kleinigkeiten, aber wenn man bei diesen nicht dabei ist, dann nützt das ein Topfavorit wie Kanada eiskalt aus.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als es zu Beginn des zweiten Drittels bereits 0:4 stand und Ihr Team auch bereits den Goalie gewechselt hatte?

Es war nicht das erste Mal in meiner Karriere, wo ich mit 0:3 oder 0:4 zurück lag. Es geht weiter. Wir befinden uns in einem Turnier und da müssen wir jetzt reinfinden. Im letzten Drittel der Partie haben wir dann ja auch reingefunden. Aber wir müssen übers ganze Spiel besser sein, ganz klar.

Ihr Spieler habt vor dem Startspiel immer wieder betont, wie gut der Groove in dieser Mannschaft sei. Wie sehr wirft euch diese Klatsche nun zurück?

Gerade jetzt, im Moment nach der Niederlage, ist es sicher bitter. Man ist enttäuscht. Nun wird sich zeigen, wie stark diese Gruppe ist. Wir müssen dieses Spiel analysieren, aber uns dann auch rasch auf das nächste Spiel konzentrieren. Es geht hier nicht um ein Spiel, sondern um das ganze Turnier, bei dem es extrem wichtig ist, dass man sich danach wieder auf das nächste Spiel fokussiert.

Jetzt kommt eine undankbare Aufgabe mit einem Gegner wie Südkorea.

Ich kenne das Team eigentlich nicht gross, habe aber gehört, dass es über sehr schnelle Spieler verfügt. Wir müssen uns gut auf sie einstellen, das wird ein interessantes Spiel.

Alle erwarten gegen diesen Gegner nun als Reaktion einen klaren Sieg.

Ich denke, es ist ein Spiel wie jedes andere auch. Manchmal ist man Favorit und manchmal nicht. Wichtig ist, dass wir uns auf uns konzentrieren und dass wir beim nächsten Mal die angesprochenen Details richtig machen.

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