Aktualisiert 28.06.2011 12:40

Nadia Styger

«Nur auf den ersten Blick ein düsteres Ende»

Nadia Styger hätte sich gut vorstellen können, noch ein bis zwei Jahre weiter zu fahren - wenn die Verletzung nicht gewesen wäre. Trotzdem denkt sie vor allem an die positiven Momente ihrer Karriere.

Nadia Styger wäre ohne Verletzung noch ein bis zwei Jahre gefahren.

Nadia Styger wäre ohne Verletzung noch ein bis zwei Jahre gefahren.

Nadia Styger mag trotz der zahlreichen gesundheitlichen Rückschläge nicht hadern. Bei der Schwyzerin überwiegen nach dem Rücktritt die «positiven, schönen Momente» ihrer Karriere.

Nadia Styger, Sie hätten sich ein schöneres Ende Ihrer Karriere vorstellen können.

Nadia Styger: Sicher, ja. Aber meine Karriere hat nur auf den ersten Blick ein düsteres Ende. Ich wurde in meinem letzten Weltcup-Rennen (Super-G in Garmisch im März 2010) Dritte. Und bei meinem allerletzten Start wurde ich bei den Schweizer Meisterschaften in Hoch-Ybrig Zweite im Riesenslalom.

Verletzungen zogen sich wie ein roter Faden durch Ihre Zeit als Skirennfahrerin.

Vor allem zu Beginn meiner Karriere haben die Verletzungen dazu gehört. Kaum hatte ich mich wieder zurückgekämpft, bekam ich schon wieder 'eins auf den Deckel'. Ich hatte gelernt, mit diesen Situationen umzugehen. Und Verletzungen gehören in diesem Sport einfach dazu. Mich hats halt etwas gar viel erwischt.

Trotz allem überwiegen bei Ihnen die positiven Erinnerungen.

Mit Sicherheit. Da sind die vier Siege, von denen der erste sicher der speziellste war. Dazu kommen viele Erfahrungen neben der Piste, die ich nur dank meinem Sport machen konnte.

Angenommen, die letzte schwere Verletzung wäre nicht gewesen. Wie lange wären Sie im Weltcup noch dabei gewesen?

Ein, zwei Jahre hätte ich mir schon noch vorstellen können.

Und danach, 2014, wären wieder Olympische Spiele angestanden...

Das mit Sotschi war vor allem das Wunschdenken meines Ausrüsters (Gregor Furrer vom Skihersteller Völkl). Für mich selber wars nie wirklich eine Option. Ein drittes Jahr wäre für mich wohl eher nicht in Frage gekommen.

Sie treten mit Ihrem eigenen Fitness-Studio nahtlos ins «normale» Berufsleben über. War eine zweite Karriere als Trainerin im Skirennsport kein Thema für Sie?

Als Trainerin habe ich mich nie wirklich gesehen. Dafür bin ich nicht der Typ. Eher könnte ich mir vorstellen, irgendwann einmal als Skilehrerin zu arbeiten.

(si)

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