Dinner for Schmucks: Nur die Spinner dürfen zum Dinner
Aktualisiert

Dinner for SchmucksNur die Spinner dürfen zum Dinner

Das amerikanische Remake der französischen Erfolgskomödie «Le dîner de cons» zeigt Paul Rudd und Steve Carell im Comedy-Schlagabtausch.

Tim (Paul Rudd) staunt nicht schlecht, als ihm der Verlierertyp Barry (Steve Carell) vors Auto läuft. Samt lustigem Hobby.

Tim (Paul Rudd) staunt nicht schlecht, als ihm der Verlierertyp Barry (Steve Carell) vors Auto läuft. Samt lustigem Hobby.

Was man doch nicht alles für (s)eine Berufskarriere tut: Der aufstrebende Manager Tim (Paul Rudd) hat gerade seine erste Einladung zum sogenannten Dinner für Spinner erhalten – ein monatlicher Event seines Chefs, bei dem man sich Pluspunkte und andere Vorteile verschaffen kann, indem man mit dem grössten Idioten auftaucht. Tims Verlobte Julie (Stephanie Szostak) ist entsetzt und findet die Idee geschmacklos. Doch just als Tim entschlossen ist, das Abendessen abzusagen, läuft ihm Barry (Steve Carell) vor den Wagen: ein Angestellter der Steuerbehörde, der in seiner Freizeit ausgeklügelte Schaukästen mit ausgestopften Mäusen bastelt. Volltreffer: Tim lädt Barry als Ehrengast zum «Dinner für Spinner» ein. Und löst damit eine Kette unvorhergesehener Ereignisse aus, die sein Leben auf den Kopf stellen, einen sicher geglaubten Deal seiner Firma gefährden, Tims durchgeknallte Ex-Freundin Carla (Lucy Punch) auf den Plan rufen und Julie – wie er glaubt – einem anderen Mann in die Arme treiben ...

Mit den ersten «Austin Powers»- und «Meet the Parents»-Filmhits hat Jay Roach Komödiengeschichte geschrieben. Sein Remake des französischen Kinohits «Le dîner de cons» ist jedoch eine Enttäuschung. Während Paul Rudd in seiner Rolle als karrieresüchtiger Bürogummi relativ farblos wirkt, hat man auch Steve Carell schon weit witziger gesehen. Und während das Euro-Original mit 80 Minuten wunderbar funktionierte, wirkt das Hollywood-Remake mit knapp zwei Stunden überlang, aufgeblasen und oftmals unnötig ernst. Am Endergebnis ändert auch ein Nebenrollenauftritt von «The Hangover»-Star Zach Galifianakis nichts. Und David Williams als Schweizer (!) Geschäftsmann nervt auf Dauer ganz gewaltig. Immerhin gibts da und dort etwas Slapstick-Comedy und unbeschwerte Lacher.

(20 Minuten)

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