Aktualisiert 02.09.2005 12:37

Nur jeder Vierte wohnt auf dem Land

Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz ist 2004 um 51 000 Personen oder 0,7 Prozent gewachsen - auf 7 415 100 Personen per Ende 2004.

Fast drei Viertel davon leben in städtischen Gebieten. Seit 1999 nimmt die Bevölkerung jährlich um 0,6 bis 0,8 Prozent zu. Hauptgrund für das Bevölkerungswachstum ist wie schon 2003 die Einwanderung, wie das Bundesamt für Statistik am Freitag mitteilte.

2004 kamen wie schon in den Vorjahren mehr Personen in die Schweiz (120 200), als Personen auswanderten (79 700). Der Geburtenüberschuss von 12 900 Personen trug zu einem Viertel zur Zunahme der Gesamtbevölkerung bei.

Während mehr ausländische Staatsangehörige in die Schweiz kamen als das Land verlassen haben (Einwanderungsüberschuss von 47 900 Personen), stellte man bei der Bevölkerung mit schweizerischer Nationalität umgekehrt einen Auswanderungsüberschuss von 7400 Personen fest.

Fast drei Viertel leben in städtischen Gebieten

73,3 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung in der Schweiz (bzw. 5 433 100 Personen) lebten Ende 2004 in städtischen Gebieten. 2004 wuchs die Bevölkerung der städtische Gebiete um 0,7, der ländlichen um 0,5 Prozent. Seit vier Jahren verringert sich der Abstand.

Zugelegt haben hauptsächlich die Gürtelgemeinden der Grossagglomerationen Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne. Sie wuchsen wie schon 2003 um 1 Prozent.

Mit einer Zunahme von 0,3 Prozent im Jahr 2004 gegenüber 0,2 Prozent im Vorjahr haben die Kernstädte der fünf grossen Agglomerationen aufgeholt - in erster Linie dank Zürich (&0,7 Prozent) und Lausanne (&0,5 Prozent).

Bern und Basel weisen mehr oder weniger stabile Einwohnerzahlen auf, während Genf einen leichten Bevölkerungsrückgang verzeichnete.

Kantonale Unterschiede

10 von 26 Kantonen verzeichneten eine Bevölkerungswachstumsrate über dem schweizerischen Durchschnitt. Die Kantone mit den höchsten Wachstumsraten waren die Waadt und das Wallis, Zug und Nidwalden sowie Zürich und Freiburg. Demgegenüber war das Wachstum in den Kantonen Glarus, Appenzell A.Rh., Schaffhausen und Uri rückläufig.

Seit der Volkszählung 2000 wachsen Zug, Freiburg, Schwyz, Zürich und die Genferseeregion stark, während die Bevölkerung von Basel- Stadt, Appenzell A.Rh., Glarus und Uri kontinuierlich abnimmt (zwischen 1,3 Prozent und 0,5 Prozent von 2001 bis 2004).

In allen schweizerischen Kantonen ist die internationale Zuwanderung der Hauptfaktor für die Zunahme der Bevölkerung. In Zug gibt es zudem einen starken Geburtenüberschuss, während der Kanton Basel-Stadt einen Sterbeüberschuss ausweist.

Auch die interne Migration spielt eine Rolle: Freiburg und Schwyz verzeichnen eine Zuwanderung aus anderen Kantonen, Uri und Basel Stadt verlieren seit 2001 Einwohner an andere Kantone.

Die ständige Wohnbevölkerung umfasst Schweizer sowie Ausländer mit Niederlassungs-, Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung (mindestens 12 Monate) sowie internationale Funktionäre. Nicht enthalten in diesen Zahlen sind Kurzaufenthalter mit weniger als einem Jahr Aufenthalt (Ende 2004: 59 400 Personen) sowie die Personen des Asylbereichs (Ende 2004: 55 100 Personen).

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.