Zürcher Zigi-Mobil: Nur Kiffen ist im Rauchertaxi nicht erlaubt

Aktualisiert

Zürcher Zigi-MobilNur Kiffen ist im Rauchertaxi nicht erlaubt

An immer mehr Orten wird das Rauchen verboten. Ein Zürcher Taxifahrer hat sein Auto deshalb in ein rollendes Fumoir verwandelt – und punktet damit bei den Kunden.

von
Andy D. Veraguth
Suli «Fritz» Feti schenkte sich das Rauchertaxi zum Geburtstag. (ADV)

Suli «Fritz» Feti schenkte sich das Rauchertaxi zum Geburtstag. (ADV)

Suli «Fritz» Feti ist der stolze Gründer und Fahrer des Rauchertaxis. Der Kosovare, der seit 20 Jahren in Zürich lebt, hat es sich zu seinem 57. Geburtstag am 18. März dieses Jahres geschenkt. Mit der Verwirklichung seiner Raucher­taxi-Idee habe er das «erste rollende ­Fumoir der Schweiz» geschaffen, wie er sagt. «Mein Auto raucht und meine Mitfahrer dürfen mitrauchen», so Fritz. Er selbst greift auch öfters zum Glimmstängel. Jetzt müsse er vor dem Anzünden einer Zigarette wenigstens nicht länger seinen Gast fragen.

Dolores Zanini von der IG-Taxi begrüsst die Erfindung des neuen Rauchertaxis: «Ich finde es sehr gut, was er macht. Wir Raucher sind sowieso ­diskriminiert.» Laut Marco Bisa von der Zürcher Stapo ­gingen auch nur wenig Beschwerden zum Thema Rauchen in den Zürcher Taxis ein. Dies kann Fritz nur bestätigen. Erst siebenmal hätten Gäste wegen des Zigarettengeruchs im Auto verzichtet mitzufahren. Legal ist es ohnehin, da Fritz sein Raucher­taxi alleine fährt: «Das Bundesgesetz zum Schutz vor Passivrauchen verbietet das Rauchen nur in geschlossenen Räumen, die mehreren Personen als Arbeitsplatz dienen», sagt Sandra Lehmann von der Lungenliga Schweiz.

Ob Ketten-, Zigarren- oder Pfeifenraucher, Fritz nimmt sie alle mit. «Vom Bundesrat bis zum Banditen sind bei mir alle willkommen», sagt Fritz. Nur eins ist beim ihm verboten: Kiffen.

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