Miss-Kandidatin: Nur kleine Narbe blieb
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Miss-KandidatinNur kleine Narbe blieb

Carole Jäggi (22) will im September Miss Schweiz werden. Anfang Jahr war die schöne Bündnerin in einen tödlichen Unfall verwickelt.

von
Yvonne Zurbrügg

Auf die Frage nach ihrem schlimmsten Erlebnis antwortet Carole Jäggi: «Meine Blinddarmoperation in Bulgarien vor sechs Jahren. Der Arzt rauchte im OP.» Über den Autounfall, in den sie jüngst verwickelt war, will sie nicht sprechen: «Aus Rücksicht auf die direkt am Unfall beteiligten Personen.» Die amtierende Miss Südostschweiz entkam im Februar einem Todesdrama.

Auf der A28 bei Schiers GR prallen zwei Personenwagen seitlich frontal ineinander und landen in einem Graben. Im schwarzen Mercedes: Carole mit ihren Eltern – ihr Vater sitzt am Steuer. Im weissen Toyota wird die 74-jährige Beifahrerin so stark eingeklemmt, dass die Retter sie aus dem Auto schneiden müssen. Die Rentnerin aus dem Kanton Zürich stirbt noch auf der Unfallstelle. Jäggi wird ins Spital gefahren – sie ist bewusstlos. Im Spital wacht sie dann mit einer Gehirnerschütterung und einem Nasenbeinbruch auf. Ihre Eltern sind ebenfalls nur leicht verletzt.

Die A28 blieb zweieinhalb Stunden gesperrt: Bis heute ist unklar, welcher Wagen von der Spur abkam. «Ob jemand für den Unfall verantwortlich gemacht werden kann, ist Gegenstand von Abklärungen», erklärt Claudio Riedi von der Staatsanwaltschaft Graubünden. Carole Jäggi sprach vier Tage nach dem Drama den Angehörigen der Verstorbenen ihr Beileid aus. Vom Unfall hat sie sich erholt: Eine kleine Narbe auf dem linken Nasenflügel bleibt.

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