Aktualisiert 08.07.2014 09:59

BFU-Zählung

Nur noch 60 Prozent der Kinder tragen Velohelm

Schweizer Kinder lassen den Velohelm immer öfter links liegen. Auch bei den Erwachsenen hat die Helmtragequote abgenommen.

Drei Schülerinnen auf dem Schulweg.

Drei Schülerinnen auf dem Schulweg.

Die Helmtragequote der Schweizer Kinder ist 2014 auf 60 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr hatte sie 63 Prozent, 2012 noch 68 Prozent betragen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) beobachtet diese Entwicklung mit Sorge.

«Kinder sind beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt sind und Kinder im Verkehr noch ungeübt sind», schreibt die BFU in einer Mitteilung vom Dienstag. Deshalb sei es für sie besonders wichtig, den Kopf zu schützen.

Kritik am Parlament

Die Beratungsstelle kritisiert, dass das Parlament 2012 ein Velohelmobligatorium für Kinder abgelehnt hatte mit dem Hinweis, dass die Tragequote auch ohne Helmpflicht ansteige.

Die aktuelle Zählung der BFU hat zudem ergeben, dass 43 Prozent der Velofahrerinnen und Velofahrer auf freiwilliger Basis einen Helm tragen. Im vergangenen Jahr waren es 46 Prozent gewesen. Vor allem Männer zwischen 33 und 44 Jahren tragen ihren Helm weniger häufig.

69 Prozent der E-Biker tragen Helm

Obwohl Fahrerinnen und Fahrer schneller E-Bikes seit zwei Jahren einen Helm tragen müssen, liegt die Tragequote bei ihnen bei 89 Prozent. Bei den E-Bikes generell liegt die Tragequote bei 69 Prozent - fünf Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. (sda)

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