Credit Suisse wird von Ratingagenturen runtergestuft

Aktualisiert

Moody’s und S&PNur noch «BBB-»-Rating – Amerikaner stufen Credit Suisse herunter

Die zweitgrösste Grossbank der Schweiz wird von Moody’s und S&P schlechter eingeschätzt. Beide Ratingagenturen aus den USA haben nun die Werte korrigiert.

von
Justin Arber
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Die Ratings der Credit Suisse werden nach unten korrigiert. 

Die Ratings der Credit Suisse werden nach unten korrigiert. 

IMAGO/Andreas Haas
Die US-Ratingagentur Moody’s stuft die Verbindlichkeiten der CS neu von A2 auf A3 ein. Die Einschätzung für die Credit Suisse Group bleibt auf «Baa2». 

Die US-Ratingagentur Moody’s stuft die Verbindlichkeiten der CS neu von A2 auf A3 ein. Die Einschätzung für die Credit Suisse Group bleibt auf «Baa2». 

imago/Levine-Roberts
Die Ratingagentur S&P korrigiert die Werte der Grossbank und zugehöriger Gesellschaften auf «A-/A-2» (vorher «A/A1-») ein.  

Die Ratingagentur S&P korrigiert die Werte der Grossbank und zugehöriger Gesellschaften auf «A-/A-2» (vorher «A/A1-») ein.  

Reuters

Darum gehts

Die beiden amerikanischen Ratingagenturen Moody’s und S&P haben am Dienstagabend ihre Einschätzung für die Verbindlichkeiten der Credit Suisse korrigiert. Demnach rutschen die Grossbank und weitere ihrer Gesellschaften im Ranking von S&P von bisher «A/A1-» auf «A-/A-2». Gleichzeitig wird das Rating für die Holdinggesellschaft Credit Suisse Group von «BBB» auf «BBB-» korrigiert. 

Die Agentur Moody’s senkt die Verbindlichkeiten der Credit Suisse von A2 auf A3. Die Einschätzung für die Credit Suisse Group bleibt wie bisher auf «Baa2». Dieses Rating ist durch Moody’s bestätigt worden, teilt die Medienverantwortliche der Credit Suisse mit. Während der Ausblick der Ratings bei S&P stabil bleibt, sei derjenige für die Einschätzungen bei Moody’s negativ. Beide Agenturen zeigen sich besorgt über die anstehenden Umstrukturierungspläne des Unternehmens, schreibt die «Handelszeitung». 

In drei Jahren sollen 9000 Stellen weg

Die Credit Suisse hatte vergangene Woche grosse Umstrukturierungspläne angekündigt. Die Grossbank möchte ihre Kosten um 2,5 Milliarden Franken senken. Davon wird für 2023 eine Reduktion von 1,2 Milliarden Franken angestrebt. Ein umfassendes Kostentransformationsprogramm wurde eingeleitet und es wird tiefer und weiter gehen, als die Bank bisher angedeutet hat. Ausserdem strebt die nach der UBS zweitgrösste Schweizer Bank Milliardeneinsparungen mit dem sofortigen Abbau von fünf Prozent der Arbeitsplätze, das sind 2700 Stellen, an.

Bis Ende 2025 sollen 9000 Stellen abgebaut werden. Die Kosten sollen bis 2025 um etwa 15 Prozent auf dann 14,5 Milliarden Franken sinken. Ausserdem holt sich die Credit Suisse mit der Saudi National Bank einen finanzkräftigen Partner an Bord. Die Bank werde bei der beschlossenen Kapitalerhöhung mit 1,5 Milliarden Franken (1,51 Mrd Euro) einsteigen, teilte die Bank am Donnerstag mit. Credit Suisse kündigte die Ausgabe neuer Aktien im Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Schweizer Franken an. Das entspricht fast einem Drittel der aktuellen Marktkapitalisierung. 

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