Aktualisiert 15.12.2010 13:45

Politischer AuftragNur noch ein Nachtticket von Olten bis Sargans

Das Nachtzuschlags-Wirrwarr rund um Zürich soll ein Ende haben: Die Beteiligten haben den ZVV beauftragt, eine Machbarkeitsstudie auszuarbeiten.

von
Lukas Mäder
In Zukunft soll es in Zürich und den angrenzenden Kantonen nur noch einen Nachtzuschlag geben: Der Zürcher Verkehrsverbund erarbeitet eine Machbarkeitsstudie. Auf dem Bild eine Kontrolle in der Zürcher S-Bahn.

In Zukunft soll es in Zürich und den angrenzenden Kantonen nur noch einen Nachtzuschlag geben: Der Zürcher Verkehrsverbund erarbeitet eine Machbarkeitsstudie. Auf dem Bild eine Kontrolle in der Zürcher S-Bahn.

Die Zeichen stehen gut für Nachtschwärmer in der Grossregion Zürich: Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) wird eine Lösung erarbeiten, wie der Zuschlag im Nachtnetz der Zürcher sowie der angrenzenden Tarifverbunde harmonisiert werden kann. Das haben der ZVV und die Vertreter der Nachbarkantone zusammen mit den SBB und der Ostschweizer Regionalbahn Thurbo am Mittwoch an einer Sitzung in Zürich beschlossen, wie ZVV-Sprecherin Ursula Hess gegenüber 20 Minuten Online bestätigt. Damit haben die Beteiligten den politischen Willen bekundet, eine kundenfreundliche Lösung auszuarbeiten.

Der ZVV wird nun bis September 2011 eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten. Diese soll zeigen, wie die Zusammenarbeit der beteiligten Tarifverbunde konkret aussehen soll. Ziel ist es, von Olten bis St. Margrethen und von Schaffhausen bis Zug einen einheitlichen Nachtzuschlag anzubieten. Neben dem ZVV sollen sich der Ostschweizer Tarifverbund Ostwind, die Aargauer A-Welle, der Schaffhauser Flex Tax, der Tarifverbund Zug sowie die SBB mit dem Nachtzug Zürich-Luzern beteiligen. Ab wann der einheitliche Nachtzuschlag gelten wird, ist noch offen. Ziel ist laut ZVV, ihn auf Ende 2012 einzuführen.

Der Wille ist vorhanden

Der Kernpunkt einer Harmonisierung ist die Verteilung der Gelder – beziehungsweise der Einnahmenausfälle. Denn mit der Nachtzuschlag-Vereinheitlichung müssen Nachtschwärmer, die in mehreren Tarifverbunden unterwegs sind, nur noch ein Ticket lösen. Wichtig ist deshalb zu wissen, wie viele solche Doppelzahler es heute gibt und in welchen Tarifverbunden diese verkehren. Doch unüberwindbar sind die Hürden nicht. Die Kantone haben den Handlungsbedarf erkannt. Deshalb ist Werner Fritschi, Stellvertretender Geschäftsführer von Thurbo, optimistisch: «Ich habe von allen Beteiligten den Willen gespürt, zu einer Lösung zu kommen.»

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