Nur noch eine Wahl-Liste: Reibereien in der Berner SVP
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Nur noch eine Wahl-Liste: Reibereien in der Berner SVP

Die Idee, mit nur einer Wahl-Liste an den Nationalratswahlen anzutreten, wirbelt in der Berner SVP Staub auf: Frauen und Junge sind dafür, die Parteispitze dagegen.

«Wir finden die Idee sehr gut», sagt Susanne Huber, Präsidentin der Berner SVP-Frauen. «Mit einer gemeinsamen Liste könnten wir uns auf die sehr starken Kandidaten konzentrieren.»

Bisher stellten die SVP-Frauen eine eigene Liste. «Diese war aber gar nicht frauenförderlich», so Huber. Auch die Junge SVP trat bisher mit einer eigenen Liste an. «Nun favorisieren wir die Idee einer einzigen Liste», sagt Parteipräsident Erich Hess. «So sind es weniger Kandidaten, die wir dafür mehr unterstützen können.»

Ganz anders tönt es von der Parteispitze: «Mit nur einer Liste könnten wir sehr viele starke Kandidaten nicht berücksichtigen», so der Präsident der Berner SVP Rudolf Joder. «Parteiintern werden deshalb zwei Listen bevorzugt.» Noch ist aber nichts entschieden: Am 25. Oktober stimmen die SVP-Delegierten über die Anzahl Listen ab.

Lorenz Hanselmann

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