«Die ganze Welt betet»: Nur noch Maschinen halten Mandela am Leben
Aktualisiert

«Die ganze Welt betet»Nur noch Maschinen halten Mandela am Leben

Seine Nieren haben versagt, er wird künstlich beatmet: Nelson Mandelas Herz schlägt nur dank lebenserhaltenden Geräten weiter. Staatspräsident Zuma hat nach einem Besuch im Spital eine geplante Reise abgesagt.

von
jbu

«Die ganze Welt betet für Mandela», sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon und Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma sagte eine geplante Reise nach Mosambik ab. Beide bangen um das Leben des südafrikanischen Nationalhelden, der von Ban Ki Moon als «einer der Riesen des 20. Jahrhunderts» bezeichnet wurde.

In Mosambiks Hauptstadt Maputo sollte am Donnerstag ein Gipfel südafrikanischer Staaten stattfinden. Der drohende Tod des Friedensnobelpreisträger bewegte Zuma jedoch dazu, die Reise abzusagen.

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Mandelas Leben hängt an einem seidenen Faden: Nach den Worten von Familienangehörigen wird er inzwischen künstlich beatmet. Wegen Nierenversagens sei auch alle drei Stunden eine Dialyse notwendig, berichtete die Tageszeitung «Citizen».

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Die Ärzte haben laut südafrikanischer Medien der Familie angeboten, sie könne über die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte entscheiden.

Lieder und Luftballons

Auch am Mittwoch wurden wieder zahlreiche Karten mit Genesungswünschen, von Kindern gemalte Bilder, Blumensträusse und Luftballons vor das Hospital gelegt und an seinen Zäunen befestigt. In der Nacht hatten Menschen Kerzen angezündet, gebetet und Lieder der Freiheitsbewegung gesungen.

Mandela hatte wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem 27 Jahre lang in Haft gesessen. 1994 wurde er erster Präsident des demokratischen Staates Südafrika. Er ebnete den Weg zur Aussöhnung von Schwarzen und Weissen in seinem Heimatland.

Der südafrikanische Nationalheld ist seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung im Medi-Clinic-Heart-Krankenhaus in Pretoria. (jbu/sda)

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