Aktualisiert 15.08.2013 14:13

KarriereNur wenige Akademiker sind ihr eigener Chef

Nur knapp 4 Prozent der Hochschulabgänger sind fünf Jahre nach dem Abschluss selbständig erwerbend. Bei den Ökonomen und Naturwissenschaftlern sind sogar nur 1 Prozent ihr eigener Chef.

Fast 90 Prozent der Jungunternehmer sind mit ihrer Arbeit zufrieden. (colourbox.com)

Fast 90 Prozent der Jungunternehmer sind mit ihrer Arbeit zufrieden. (colourbox.com)

Nur wenige Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen sind kurz nach dem Studium selbstständig erwerbstätig. Lediglich knapp 4 Prozent sind 5 Jahre nach dem Abschluss ihr eigener Chef, wie eine Befragung des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt.

Wer Design studiert hat, arbeitet besonders häufig auf eigene Rechnung: Fast ein Viertel der Absolventen (23 Prozent) sind nach fünf Jahren selbständig erwerbstätig, wie das BFS am Donnerstag mitteilte.

Auch Musikerinnen, Schauspieler und ehemalige Kunststudenten wagen häufig den Sprung in die Selbstständigkeit (13 Prozent). Wenig verbreitet ist sie hingegen bei Ökonomen und Naturwissenschaftlern (je rund 1 Prozent) sowie bei Absolventen der technischen Wissenschaften.

Firmengründer mit Doktortitel

Die Form der Selbstständigkeit variiert je nach Abschluss: Wer an der Universität einen Bachelor oder wer eine Fachhochschule absolviert hat, arbeitet meistens auf Auftrags- oder Mandatsbasis (57 Prozent) oder gründet ein Unternehmen (27 Prozent).

Auch bei Master-Absolventen ist das Auftrags- oder Mandatsverhältnis (40 Prozent) das häufigste Modell. Doktorierte werden häufig selbständig erwerbstätig, weil sie eine Praxis oder eine Kanzlei übernehmen (40 Prozent) oder ein Unternehmen gründen (30 Prozent).

Fast 90 Prozent der Jungunternehmer sind mit ihrer Arbeit zufrieden, wie die Umfrage weiter ergab. Weniger positiv äussern sich Selbständige auf Auftrags- oder Mandatsbasis - ihre Arbeitszufriedenheit ist gemäss BFS vergleichbar mit derjenigen der Angestellten. (sda)

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