Nur wer sich integriert, soll bleiben dürfen
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Nur wer sich integriert, soll bleiben dürfen

Bei der Eingliederung von Ausländern sollen die Kantone klaren Regeln folgen. Der Bund will ihnen Empfehlungen unterbreiten, wie Instrumente des neuen Ausländergesetzes - etwa die Integrationsvereinbarung - umzusetzen sind.

«Wir empfehlen den Kantonen, bei schlechter Integration Aufenthaltsbewilligungen nicht mehr zu verlängern», sagt Eduard Gnesa, Direktor des Bundesamtes für Migration, in einem in der «SonntagsZeitung» erschienenen Interview. Die Kantone sollen aber auch jene Ausländer belohnen, die sich erfolgreich eingliedern.

Erfolgreiche Integrationsbemühungen könnten nach Gnesa belohnt werden, «indem jemand frühzeitig die Niederlassungsbewilligung erhält». Gnesa leitet eine interdepartementale Arbeitsgruppe, die im Auftrag des Bundesamtes ein Massnahmenpaket zur Integration ausarbeitet. Es kommt nach der Sommerpause vor die Landesregierung.

«Das Massnahmenpaket fokussiert auf Sprachförderung, Bildung und Arbeit», sagt Gnesa. Das Hauptaugenmerk sei auf die Integration ausländischer Jugendlicher zu richten. «Hier konzentrieren sich die Probleme: bei der Lehrstellensuche, bei einer erhöhten Arbeitslosigkeit und bei der überproportionalen Vertretung in der Kriminalstatistik.»

Grundsätzlich ergab die Analyse der Arbeitsgruppe, dass bei der Integration schon viel gemacht wird. «Nur müssen die Massnahmen verbessert und vermehrt auf so genannte Risikogruppe ausgerichtet werden», sagt Gnesa.

(sda)

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