Aktualisiert 10.04.2020 17:44

Osterverkehr

Nur zehn Prozent kehren auf der A13 um

Kein Stau Richtung Süden – und doch nervt sich die Polizei über Corona-Ignoranten, die sich nicht zum Umkehren bewegen lassen.

von
daw

Der übliche Osterstau in Richtung Süden ist bislang ausgeblieben. «Die Menschen respektieren offenbar den Aufruf der Behörden, nicht in das von der Corona-Pandemie besonders betroffene Tessin zu fahren», sagte eine Sprecherin von Viasuisse.

Ganz alle lassen sich aber doch nicht von der Reise in den Süden abbringen. Das zeigt sich auch auf der San-Bernardino-Route zeigt. Die Kantonspolizei Graubünden kontrolliert dort seit 9 Uhr morgens bei Rothenbrunnen den Verkehr auf der A13.

Jeder Zehnte dreht auf A13 um

«Wir haben rund 280 Fahrzeuge angehalten und darauf hingewiesen, dass man dem Appell des Bundesrates Folge leisten und nicht in die Südschweiz reisen solle. Rund zehn Prozent sind wieder nach Hause gegangen», sagt Roger Padrun, der stellvertretende Chef der Verkehrspolizei. Der Rest habe die Reise leider fortgesetzt. Der Aufruf des Bundesrates habe sicher gewirkt. Aber: «Man könnte den Verkehr noch weiter minimieren und die Regeln noch besser einhalten.»

Laut Padrun reagieren die Leute sehr unterschiedlich, wenn sie auf den Appell hingewiesen werden. «Wenn man denkt, dass man in der jetzigen Zeit den Enkelkindern den Osterhasen vorbeibringen oder Unterhaltsarbeiten auf einer Alp durchführen will, dann ist das aus Sicht der Kantonspolizei nicht notwendig.»

Kantonspolizei Uri hat weniger Erfolg

Die Kantonspolizei Uri hatte bei Göschenen UR an der Autobahn A2 einen Kontrollplatz eingerichtet. Am Freitag konnte die Polizei in Uri nach eigenen Angaben bis am Mittag nur die Fahrer von zwei Autos von einer Umkehr überzeugen. Seit Mittwoch hatte die Kantonspolizei Uri etwa 300 Fahrzeuge pro Tag gestoppt. Die meisten Fahrer hätten Verständnis für den Aufruf gezeigt, nicht in das Tessin zu reisen und zugleich wichtige Gründe geltend gemacht, dies dennoch zu tun.

Das Verkehrsaufkommen lag am Karfreitag laut der Kantonspolizei Uri bei bei weniger als 10 Prozent im Vergleich zu anderen Jahren. So waren noch rund 1800 Fahrzeuge in Richtung Süden unterwegs. Zu Spitzenzeiten waren es in anderen Jahren um Ostern etwa 17'000. (daw/sda)

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