Steuerstreit mit USA: NZB entlässt suspekten Banker

Aktualisiert

Steuerstreit mit USANZB entlässt suspekten Banker

Der Angestelle einer Zürcher Privatbank, der von den US-Behörden wegen Beihilfe zu Steuerbetrug angezeigt wurde, ist entlassen worden.

Eine Sprecherin der Neuen Zürcher Bank (NZB) sagte am Freitagmorgen gegenüber Radio DRS, man habe sich vom Mitarbeiter getrennt.

Dem Banker und mit ihm einem Anwalt wird vorgeworfen, Kunden geholfen zu haben, ihr Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag bekanntgab, sollen die beiden dazu Briefkastenfirmen gegründet und unlautere Geschäfte in Steuroasen betrieben haben.

Rieten ab, sich zu stellen

Insbesondere sollen die beiden Angeklagten verschiedenen Kunden davon abgeraten haben, sich den amerikanischen Steuerbehörden zu stellen. Stattdessen hätten sie empfohlen, die Gelder von der UBS zur NZB zu transferieren, da letztere keine Präsenz in den USA habe und deshalb von den Behörden nicht unter Druck gesetzt werden könne.

Die NZB hat inzwischen das Vermögensverwaltungsgeschäft mit amerikanischen Kunden aufgegeben. Gemäss der NZB-Sprecherin sei dieser Entscheid diesen Frühling gefällt worden. Der von den US- Behörden belastete und nun von der Bank entlassene Mitarbeiter habe darauf innerhalb der Bank eine neue Funktion erhalten.

(sda)

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