NZZ-Gruppe im Krebsgang
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NZZ-Gruppe im Krebsgang

Die NZZ-Gruppe hat 2005 einen Gewinnrückgang auf 13,6 Mio. Fr. hinnehmen müssen. Der Umsatz sank konsolidierungsbedingt auf 482,3 Mio. Franken.

Den Gewinn ermöglichten die Töchter LZ-Medien-Gruppe und Tagblatt-Medien.

Das Stammhaus Neue Zürcher Zeitung AG hatte nochmals Anlaufkosten für die «NZZ am Sonntag» und die Online-Aktivitäten zu verkraften. So sei es knapp nicht in die Gewinnzone gekommen, teilte die NZZ-Gruppe am Freitagabend in einem Communiqué mit. Die Situation sei aber deutlich besser als in den beiden Vorjahren.

Der Generalversammlung wird eine Dividende von 300 Franken pro Aktie beantragt. Das Betriebsergebnis der Gruppe sank von 16,1 Mio. auf 8,9 Mio. Franken. 2004 hatte die Gruppe noch 21,8 Mio. Fr. Gewinn und einen Umsatz von 547 Mio. erzielt.

Der Rückgang ist gemäss Mitteilung zum einen auf die Dekonsolidierung des Geschäftsdrucks und zum anderen auf die rückläufigen Zeitungs- und Annoncenverkäufe zurückzuführen.

Bei den Inseraten habe sich 2005 als Jahr der «enttäuschten Hoffnungen» erwiesen. Das Inseratevolumen sank bei der «Neuen Zürcher Zeitung» um 5,2, bei der «Neuen Luzerner Zeitung» um 6,5 und beim «St. Galler Tagblatt» um 8,9 Prozent.

«NZZ am Sonntag» und «NZZ Folio» hielten sich «recht gut». Alle Publikationen der Gruppe ausser der «NZZ am Sonntag», welche weiter zulegte, büssten auch leicht an Auflagen ein.

Mittelfristig gute Aussichten

2005 sei insgesamt ein Jahr des Umbruchs gewesen. Es seien aber Weichen gestellt worden, welche mittelfristig Früchte tragen würden. Dazu zählt die NZZ die Partnerschaft mit der PubliGroupe, welche die Vermarktung des Werberaums in der «Neuen Zürcher Zeitung» und in der «NZZ am Sonntag» wahrnimmt.

Hinzu kommen die Beteiligungen an der Zürichsee-Presse (Verlegerin «Zürichsee-Zeitung»), an der Zürcher Unterland Medien AG (»Zürcher Unterländer») und an der Zürcher Oberland Medien AG (»Zürcher Oberländer»).

Für 2006 zeigt sich die Gruppe darum zuversichtlich. Die Erneuerung des Erscheinungsbildes der «NZZ» und weitere Massnahmen dürften ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Zahlen der ersten beiden Monate liessen auf einen leichten Aufwärtstrend bei den Inseraten schliessen.

(sda)

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