O.J.Simpson muss zahlen
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O.J.Simpson muss zahlen

Bittere Pille für O. J. Simpson: Obwohl er zwar freigesprochen wurde, muss der ehemalige Profi-Footballspieler nun seine Einkünfte der Familie des 1994 ermordeten Ron Goldman überlassen.

Ein Richter im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Einnahmen des früheren Footballstars O.J. Simpsons (59) aus Buch-, Fernseh- und Werbeverträgen der Familie seines mutmasslichen Mordopfers Ron Goldman zugesprochen.

Der Richter in Santa Monica bestimmte am Dienstag (Ortszeit), dass die Einkünfte in Zukunft direkt der Familie des Opfers ausbezahlt werden müssen. Ron Goldman war der Freund von Simpsons Ex- Frau Nicole. Beide waren 1994 ermordet worden.

Obwohl O.J. Simpson ein Jahr später in einem Mordprozess freigesprochen wurde, wird er immer noch der Tat verdächtigt. Ein Zivilgericht hatte ihn 1997 für die Tat haftbar gemacht und Ansprüche der Hinterbliebenen in Höhe von 33,5 Millionen Dollar anerkannt. Zunächst war aber nicht klar, ob über die Werbeverträge, über die jetzt entschieden wurde, noch nennenswerte Einkünfte erzielt werden.

In die richterliche Verfügung nicht eingeschlossen sind Tantiemen, die Simpson für sein als "Mordbeichte" kritisiertes Buch "If I Did It" ("Wenn ich es getan hätte") bekommen könnte. Über dieses Buch will Richter Gerald Rosenberg vom Superior Court im Kreis Los Angeles erst nach einer weiteren Anhörung am 13. März entscheiden. (sda)

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