10.07.2015 10:24

Ryanair-Angebot mit Tücken

O'Leary will Griechen gratis fliegen lassen

Michael O'Leary entdeckt sein Herz für die Griechen. Der Ryanair-Chef will Inlandflüge zwei Wochen lang gratis machen. Doch es gibt einen Haken.

von
cls
Die griechische Krise nannte O'Leary «eine Tragödie». Deshalb macht er den Griechen nun ein Angebot.

Die griechische Krise nannte O'Leary «eine Tragödie». Deshalb macht er den Griechen nun ein Angebot.

Eigentlich ist der Chef der Billigairline ja von den Griechen genervt. So twitterte Michael O'Leary: «Die griechische Krise ist eine Tragödie.» Tags darauf tönte es schon weniger verhalten: «Griechen haben einen Haufen Irrer gewählt.»

Der Grund für die Wortwahl könnte auch sein, dass O'Leary mit der griechischen Regierung darüber verhandelte, griechische Passagiere in den nächsten zwei Wochen kostenlos auf inländischen Routen fliegen zu lassen – weil die Menschen nicht mit Kreditkarten zahlen können. Eigentlich akzeptiert der Billigflieger nur bargeldlose Bezahlung.

Zwei Wochen lang Gratisflüge

So soll Ryanair die Strecken von der Hauptstadt nach Kreta, Rhodos und Thessaloniki zwei Wochen lang kostenlos fliegen. Das Angebot soll ab dem 13. Juli gelten.

Doch O'Leary wäre nicht O'Leary, wenn er daran nicht eine Bedingung knüpfen würde. So will er, dass die Behörden dem Billigflieger alle Gebühren erlassen. «Ryanair fordert unsere Partner auf, gemeinsam mit uns durch diese Geste guten Willens den Druck auf das griechische Volk zu erleichtern», erklärte das Unternehmen auf Bloomberg.

O'Leary und die Frauen

Schon seit einiger Zeit versucht O'Leary, sein Image als Rambo der Luftfahrt loszuwerden, das er sich mit markigen Sprüchen erworben hatte. So sorgte O'Leary 2010 mit der Aussage, man solle Co-Piloten abschaffen und diese durch Stewardessen ersetzen, für Furore. Dann setzte er noch einen sexistischen Spruch oben drauf: «Ich fände es gut, ein paar unserer attraktiven Stewardessen in mein Büro zu holen und auf den Job aktiv vorzubereiten.»

Die irische Fluggesellschaft ist nach den Worten von O'Leary einer der grössten Investoren in Griechenland und eines der wenigen europäischen Unternehmen, die im südeuropäischen Land stark wachsen.

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