Aktualisiert 16.02.2005 20:39

Oasiatisch

Erstklassige Exotik: Das Restaurant Angkor im Zürcher Westend überzeugt mit Klasse.

Die Industriezone im Kreis fünf ist eine Wüste, das asiatische Restaurant Angkor im Puls 5 eine verheissungsvolle Oase. Und dank prunkvoll-exotischer Einrichtung kontrastiert das Lokal mit den kühlen Stahl-Konstruktionen der Maschinenhalle. «Wir haben das Beste jeder asiatischen Kultur genommen», erklärt der Besitzer Leap Kheng Ly stolz. Eine wahre Pracht: Stilvolle Tischchen mit gemütlichen Kissen zum Entspannen, von Wasser umgebene Plätze und ein niedriger Tisch im japanischen Stil, an dem die Gäste zum Essen knien. Ein Sammelsurium, das so gut funktioniert, dass das Lokal drei Wochen nach seiner Eröffnung bereits jeden Abend ausgebucht ist.

Das liegt freilich nicht nur am Ambiente, sondern auch am Service und der vielfältigen Menükarte. Angeboten werden Gerichte aus China, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Malaysia und Japan – in einer Fülle, bei der man fast die Übersicht verliert. Als Einstieg in die kulinarische Reise empfiehlt sich der Angkor-Starter-Mix: Die gemischte Platte enthält fünf asiatische Spezialitäten, eine schmackhafter als die andere. Besonders gelungen: das Gai Satay, ein butterzarter Pouletspiess. Ebenfalls überzeugen kann das Gyu Sanshoyaki, Rindsfiletstücke an einer Teriaki-Sauce. Tadellos präsentiert sich auch das grosszügig bemessene Sze Chuan Ji, himmlisch zarte Pouletstücke an einer scharfen Sauce mit Reis.

Prima Ambiente, grosse Portionen, moderate Preise und Herzlichkeit im Service: Kein Wunder wirkt das Angkor derzeit anziehend – wie eine Oase in der Wüste.

CHEFS

Meister Ly

Der Begriff Angkor stammt aus Kambodscha und bezeichnet einen Ort, an dem beeindruckende Tempelanlagen gefunden wurden. Leap Kheng Ly, wenngleich gebürtiger Chinese, stammt ebenfalls aus Kambodscha und hat sich mit dem Angkor einen Traum verwirklicht: Er hat das Lokal von Grund auf selbst gestaltet und legt dabei viel Wert auf Authentizität. So stammt nicht nur das Servicepersonal ausschliesslich aus dem asiatischen Raum, sondern in der Küche, die übrigens offen einsehbar ist, arbeiten ebenfalls nur in der fernöstlichen Zubereitungskunst ausgebildete Köche. Nächste Woche eröffnet Ly zudem neben dem Angkor eine Nudelbar.

Jan Graber

Angkor, Puls 5, Giessereistrasse 18, Zürich, Telefon 043 205 28 88.

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