Aktualisiert 08.09.2009 13:30

Roger Federer«Ob ich Schach spiele?»

Ohne grössere Probleme ist Roger Federer beim US Open in den Viertelfinal spaziert. Hochzufrieden mit seiner Leistung erklärte die Weltnummer 1 nach seinem Sieg gegen Tommy Robredo, warum es momentan so gut läuft und was er noch verbessern kann.

von
pre

Im Eilzugstempo ist Roger Federer gegen den phasenweise überforderten Tommy Robredo in den Viertelfinal des US Open eingezogen. Nach nicht einmal zwei Stunden war die einseitige Partie vorbei und zum Schluss konnte die Weltnummer 1 gar noch einige Dinge ausprobieren. Wie schon gegen Lleyton Hewitt hatte Federer aber Mühe ins Spiel zu finden und bis zum 5:5 im ersten Satz sah es nicht gerade nach einem Spaziergang aus.

Noch nicht restlos glücklich

Robredo spielte nicht so, wie Federer erwartet hatte. «Ich war zu Beginn ein bisschen unsicher, wie ich gegen ihn spielen sollte», erklärte Federer an der Pressekonferenz. «Er hat einen guten Job gemacht und mich ein wenig aus der Balance gebracht.» Der Titelverteidiger musste früh zwei Breakbälle abwehren, schaffte dann aber seinerseits den wichtigen Service-Durchbruch. «Als ich dann in Führung war, konnte ich befreit aufspielen.» Robredo habe ihm dann nicht mehr sein Spiel aufzwingen können und «ich spielte ab da gutes Tennis».

Restlos zufrieden war Federer mit seinem Spiel aber dann doch nicht. Die zwischendurch eingestreuten Stoppbälle haben auf dem Hartplatz von New York nicht die gleiche Wirkung wie noch auf dem Pariser Sand. Und auch am Netz läufts trotz zahlreichen Vorstössen noch nicht optimal. «Gegen die besseren Spieler musst du automatisch aggressiver spielen», erklärte Federer seine häufiger gewordenen Netzangriffe. Zu Beginn des Turniers sei er jeweils etwas vorsichtiger. «Bis jetzt bin ich noch nicht so oft vorgegangen, wie ich sollte. Aber es hat geklappt und ich bin mit meiner Form sehr zufrieden.»

Federer und das Schachspiel

Wie immer musste Federer nicht nur über sein Spiel, sondern auch über zahlreiche andere Dinge Auskunft geben. Die Journalisten wollten wissen, was der fünffache Champion zu den Auftritten von Kim Clijsters und Publikumsliebling Melanie Oudin zu sagen hat. Für beide Spielerinnen fand die Weltnummer 1 nur lobende Worte. Nur auf eine Frage reagierte Federer etwas verdutzt. Ob es wahr sei, dass er sich mit einer Partie Schach auf seine Spiele vorbereite, wollte jemand wissen. «Ob ich Schach spiele?», fragte der Schweizer zurück. «Nein. Zuletzt spielte ich vor 15 Jahren», antwortete Federer schliesslich mit einem Lächeln im Gesicht.

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