21.09.2020 20:43

Lichtsteiners Verhältnis zu Shaqiri«Ob wir als Best Friends rüberkommen, war uns nie wichtig»

Nach seinem Rücktritt als Spieler spricht Stephan Lichtsteiner offen über seine Karriere und seine Emotionalität. Auch verrät er, wie er sich mit Shaqiri versteht.

von
Nils Hänggi

Im Sommer gab Lichtsteiner seinen Rücktritt bekannt.

Video: SRF

Darum gehts

  • Im Sommer trat Stephan Lichtsteiner zurück.
  • Nun meldet er sich in einem Interview mit der Tamedia-Redaktion zu Wort.
  • Der 36-Jährige sagt etwa: «Die Emotionalität war Ausdruck meines unbedingten Siegeswillens.»

Im Sommer trat Stephan Lichtsteiner zurück. Der Mann also, der Captain der Nati war, siebenmal Meister mit Juventus. Mit Spielern wie Buffon, Marchisio, Chiellini, Barzagli, Pirlo, Del Piero oder Tevez zusammenspielte. Er rief die Medien zusammen und sagte kurz und bündig: «Hallo zusammen. Nach ein paar Wochen des Überlegens habe ich mich entschieden, hier und heute zurückzutreten.»

Und das wars. Zumindest bis jetzt. Im Interview (kostenpflichtig) mit der Tamedia-Redaktion meldet sich der 36-Jährige nämlich wieder zu Wort. Er erklärt, was es für den Erfolg braucht, weshalb er immer überall akzeptiert wurde. Und wie er sich wirklich mit Xherdan Shaqiri versteht.

Lichtsteiner spielte mit unzähligen Stars zusammen – nicht nur mit Arturo Vidal. Er sagt: «Ich habe mich nie verstellt. Darum war ich überall akzeptiert, auch in der Garderobe.» 

Lichtsteiner spielte mit unzähligen Stars zusammen – nicht nur mit Arturo Vidal. Er sagt: «Ich habe mich nie verstellt. Darum war ich überall akzeptiert, auch in der Garderobe.»

Foto: Keystone

Lichtsteiner verstellte sich nie

Er habe immer das Optimum erreichen und möglichst lange auf Weltklasse-Niveau spielen wollen, sagt er. Und: «Die Emotionalität war Ausdruck meines unbedingten Siegeswillens. Und sie ist ein Stück weit auch ein Spiegel meines Charakters als Fussballer.» Eine seiner Stärken sei immer gewesen, dass er alle Beteiligten antreiben konnte. Lichtsteiner sagt: «Wenn ich merkte, dass das Spiel nicht läuft, wie es sollte, besass ich die Fähigkeit, etwas dagegen zu unternehmen.»

Der Ex-Nati-Captain weiss also genau, was es für den Erfolg braucht. Zu sehen ist das nicht nur im Interview, bereits während seiner Karriere war nicht zu leugnen, dass er dem Erfolg alles unterstellte – und sich stets treu blieb. Ein Punkt, der für Lichtsteiner besonders wichtig ist. «Ich habe mich nie verstellt. Darum war ich überall akzeptiert, auch in der Garderobe», erklärt er.

«Wir lachten darüber»

Und das Verhältnis mit Xherdan Shaqiri? «Wir lachten darüber, was da zum Teil hineininterpretiert wurde, wenn wir auf dem Platz miteinander auffällig kommunizierten», meint der Ex-Fussballer. Und: «Wir waren ein super Duo. Ob wir als Best Friends rüberkommen, war uns nie wichtig. Während Jahren prägten wir zusammen in der Nationalmannschaft die rechte Seite. Das klappte nicht zuletzt deshalb, weil wir uns gut verstanden.»

Das gesamte Interview (kostenpflichtig) ist hier zu lesen.

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47 Kommentare
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nachdenklich

22.09.2020, 22:10

Liebe 20 min. wo ist euer bericht über djokovic? er hat gewonnen und einen weiteren rekord. nichts wird erwähnt! ah ja stimmt, jetzt wo es nichts negatives gibt gibt es auch keinen bericht? schon einseitig eure berichte.

Boykott

22.09.2020, 12:01

Dieser Sport ist .....

ft

22.09.2020, 11:54

so interessant ist ein Spieler der nirgends spielt, könnte er die Kommentare sehen, würde er über das Interesse an seiner Person nicht mehr zu halten sein!