Obama: Bob solls richten
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Obama: Bob solls richten

Vor der letzten grossen Vorwahl im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hat Barack Obama einen wichtigen Unterstützer gefunden.

Bob Casey, Senator im US-Ostküstenstaat Pennsylvania, in dem am 22. April abgestimmt wird, hat Obama seiner Unterstützung versichert. Die Vorwahl in dem US-Staat ist der letzte grosse Stimmungstest im Rennen um die Kandidatur, deswegen kämpfen Clinton und Obama hart um die Führungsposition.

Obama lag jüngsten Umfragen zufolge in dem bevölkerungsreichen Staat noch über zehn Prozent hinter Clinton. Caseys Unterstützung könnte Obama nun vor allem Stimmen der Katholiken, die rund ein Drittel der Wähler ausmachen, und von weissen Arbeitern zukommen lassen. Gerade die Wähler der Arbeiterklasse, bei denen Clinton bislang besser ankam, gelten in Pennsylvania als Anhänger Caseys.

Eine am Freitag veröffentlichte landesweite Umfrage unter demokratischen Wählern sah Obama indes klar vor Clinton: Obama kam dabei auf 50 Prozent Zustimmung, Clinton auf 32 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstituts Gallup mitteilte.

Clinton hält an Kandidatur fest

Clinton wies unterdessen Forderungen aus der eigenen Partei zum Verzicht auf ihre Kandidatur zurück. «Jedes Mal, wenn unser Wahlkampf seine Stärke und Ausdauer zeigt, kommen von Leuten Andeutungen, wir sollten unsere Bemühungen um die Nominierung der Demokraten aufgeben», sagte sie am Freitag vor Anhängern im Staat Indiana. «Tatsache ist aber, sie lesen die gleichen Meinungsumfragen wie wir und sie wissen, dass wir in der Lage sind zu gewinnen.»

Der demokratische Senator Patrick Leahy hatte sie kurz zuvor öffentlich zum Rückzug aufgefordert. Clinton habe «jedes Recht, aber keinen besonders guten Grund», sich «so lange sie will» um die Präsidentschaftskandidatur zu bewerben, erklärte er.

Viele Demokraten fürchten, dass der raue Ton zwischen der New Yorker Senatorin und Obama der Partei im Rennen um die Nachfolge von Amtsinhaber George W. Bush schadet. Der Senator aus Illinois führt bei den Delegiertenstimmen derzeit mit 1.623 vor Clinton mit 1.499 Stimmen. (dapd)

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