Korea-Konflikt: Obama diskutiert mit Hu Jintao
Aktualisiert

Korea-KonfliktObama diskutiert mit Hu Jintao

US-Präsident Barack Obama macht Druck: In einem Telefongespräch forderte er den chinesischen Präsidenten Hu Jintao auf, mit Nordkorea hart ins Gericht zu gehen.

US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Hu Jintao haben am Montag die angespannte Lage auf der koreanischen Halbinsel diskutiert. Während eines Telefongespräch forderte Obama seinen chinesischen Amtskollegen auf, Nordkorea klar zu machen, dass seine «Provokationen nicht akzeptabel» seien.

Hu hingegen mahnte Zurückhaltung an. China gilt als wichtigster Verbündeter des nordkoreanischen Regimes in der Region.

China sei «sehr besorgt» über die Spannungen auf der Halbinsel. Nach Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua rief Hu beide Seiten zu einer «ruhigen und vernünftigen Antwort» auf. «Sollte mit der fragilen Sicherheitssituation auf der koreanischen Halbinsel nicht angemessen umgegangen werden, könnte das zu einer weiteren Eskalation führen oder die Lage sogar ausser Kontrolle geraten», wurde Hu von der Nachrichtenagentur Xinhua zitiert.

Obama beschwört gemeinsame Interessen

Die beiden Präsidenten sprachen nach Angaben des Weissen Hauses über das gemeinsame Interesse an Frieden und Stabilität in Asien. Obama verurteilte den Artillerieangriff Nordkoreas auf eine südkoreanische Insel und das nordkoreanische Atomprogramm. Bei dem nordkoreanischen Angriff auf die Insel Yeonpyeong Ende November waren vier Südkoreaner getötet worden, darunter zwei Zivilisten.

Unterdessen hat Seoul trotz anhaltender nordkoreanischer Kriegsrhetorik am Montag mit einem Seemanöver vor der Halbinsel begonnen. Als Teil der seit Wochen andauernden Militärübungen hätten Streitkräfte vor der Küste Artilleriefeuer abgegeben, teilten die südkoreanischen Streitkräfte und der US-Generalstab mit.

Demnach soll das Manöver an rund 30 verschiedenen Orten stattfinden, US-Kriegsschiffe sollen im Laufe der Woche dazustossen. Es soll jedoch keine Übungen in der Nähe der umstrittenen westliche Seegrenze der beiden Länder geben.

Die nordkoreanische Regierung hatte mit Blick auf das gemeinsame Manöver Südkoreas und der USA mit einem «ausgewachsenen Krieg» gedroht. Das Manöver soll bis kommenden Sonntag dauern. (dapd)

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