Syrien: Obama ermahnt syrisches Regime
Aktualisiert

SyrienObama ermahnt syrisches Regime

US-Präsident Barack Obama hat den Einsatz «verabscheuenswürdiger Gewalt» gegen friedliche Demonstranten in Syrien scharf verurteilt.

In einer am Freitag (Ortszeit) in Washington verbreiteten schriftlichen Erklärung, kritisierte Obama die Gewalt in Syrien. «Ich rufe die syrischen Behörden auf, jede weitere Gewalt gegen friedliche Demonstranten zu unterlassen. Darüber hinaus müssen willkürliche Verhaftungen, Festnahmen und die Folter von Gefangenen, über die berichtet wurde, jetzt enden».

Auch müssten Informationen über die Vorgänge im Syrien frei zugänglich sein, damit eine unabhängige Überprüfung des Geschehens möglich sei. Das Regime in Damaskus habe die berechtigten Forderungen der Demonstranten bisher nicht erfüllt, beklagte der US- Präsident.

Bei Kundgebungen gegen das Regime erschossen Angehörige der Sicherheitskräfte und Scharfschützen in Zivil am Freitag nach Angaben von Augenzeugen 27 Demonstranten. Dutzende Menschen wurden verletzt. Landesweit gingen wieder Tausende auf die Strassen, um mehr Freiheit und demokratische Reformen zu verlangen.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete zwar auch von Schiessereien in Deraa. Diese seien aber von «Vandalen» ausgegangen. Dem staatlichen Fernsehen zufolge wurden dort 19 Polizisten von einer Gruppe Bewaffneter getötet. 75 weitere seien verletzt worden.

Die Demonstrationen in Deraa waren im März ausgebrochen und griffen in den vergangenen drei Wochen auf das ganze Land über. Mehr als 90 Menschen wurden seither getötet.

(sda)

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