Aktualisiert 10.04.2014 06:33

Militär-AmoklaufObama gedenkt der Opfer von Fort Hood

Eine Woche nach dem Amoklauf auf der US-Militärbasis im texanischen Fort Hood hat Präsident Barack Obama gemeinsam mit Hinterbliebenen und Soldaten der Opfer gedacht.

«Diese Tragödie reisst die Wunde von vor fünf Jahren auf», sagte Obama an der Trauerfeier am Mittwoch. Wieder einmal seien US-Soldaten zu Hause getroffen worden, wo sie eigentlich sicher sein sollten, sagte Obama während der Zeremonie.

Am 2. April hatte ein 34-jähriger Soldat nach einem Streit mit Kameraden das Feuer eröffnet. Er tötete vier Menschen und verletzte 16 weitere. Anschliessend erschoss sich der Täter.

Auf dem weltgrössten Militärstützpunkt hatte bereits 2009 ein Militärpsychologe 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt. Wie bei der Trauerfeier 2009, an der Obama ebenfalls teilnahm, waren die Stiefel der Opfer auf Holzsockeln aufgestellt - darüber Gewehr, Helm und Erkennungsmarke sowie Fotos der Soldaten, die im Alter von 37, 38 und 39 Jahren gestorben waren.

«Wir können nie alle Risiken beseitigen», sagte Obama. Die USA müssten aber mehr tun, um Menschen mit psychischen Problemen zu helfen und ihnen den Zugang zu Waffen zu erschweren. Niemals dürften diejenigen gebrandmarkt werden, die den Mut hätten, bei psychischen Problemen Hilfe zu suchen.

Hunderte Teilnehmer hatten sich zu der Zeremonie versammelt, zu der auch First Lady Michelle Obama sowie Heeresminister John McHugh, Generalstabschef Martin Dempsey und Kongress-Leute aus Washington angereist waren.

Ob der 34 Jahre alte Schütze Ivan Lopez wegen eines Streits mit anderen Soldaten das Feuer eröffnet hatte, bevor er sich selbst tötete, oder ob seine psychischen Probleme der Auslöser waren, bleib auch eine Woche nach dem Amoklauf unklar. (sda)

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