Obama gewinnt in Maine
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Obama gewinnt in Maine

Bei den jüngsten Vorwahlen in Maine liegt Obama vor Clinton. Diese hat nun ihre Wahlkampfleiterin ausgewechselt.

Der demokratische Senator Barack Obama hat seine jüngste Siegesserie bei den US-Vorwahlen fortgesetzt: Nach Triumphen in Louisiana, Washington und Nebraska setzte er sich am Sonntag auch im Bundesstaat Maine gegen Hillary Clinton durch. Nach Prognosen mehrerer US-Medien hatte Obama in Maine einen grossen Vorsprung vor seiner Rivalin. Hochrechnungen zufolge kam er auf 59 Prozent der Stimmen, Clinton auf 41 Prozent.

In Nebraska und im Staat Washington kam der schwarze Senator aus Illinois am Samstag auf jeweils 68 Prozent der Wählerstimmen. Im Südstaat Louisiana machte er mit 56 Prozent das Rennen. Insgesamt gewann Obama bislang in 19 Bundesstaaten, Clinton in 12.

1121 zu 1148

Trotz Obamas jüngsten Siegen ist ein Entscheid im knappen Kopf-an- Kopf-Rennen mit Clinton weiter nicht in Sicht: Nach einer Zählung des US-Fernsehsenders CNN kommt Obama nun auf 1121 Delegierte, die frühere First Lady auf 1148. Für einen Sieg beim Nominierungsparteitag im Sommer werden mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen gebraucht.

Wahlkampf-Leiterin gewechselt

Das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur wird an diesem Dienstag in den Bundesstaaten Virginia, Maryland und in der US-Hauptstadt Washington DC fortgesetzt. Umfragen sehen auch dort Barack Obama in der Gunst der Wähler vor Hillary Clinton.

Nach dem bislang eher enttäuschenden Verlauf ihrer Präsidentschaftskandidatur wechselte Clinton indes die Wahlkampf-Leiterin. Clintons langjährige Beraterin Maggie Williams werde ab sofort den Posten übernehmen, sagte ein Sprecher. Sie ersetze Patti Solis Doyle, die der New Yorker Senatorin aber als Beraterin erhalten bleibe.

Bush unterstützt McCain

Bei den Republikanern gewann am Samstag bei einer parteiinternen Abstimmung in Kansas der frühere Senator von Arkansas, Mike Huckabee, klar gegen John McCain, dessen Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten aber als praktisch sicher gilt.

Auch die Vorwahl in Louisiana entschied der ehemalige Baptistenprediger Huckabee für sich. Die republikanische Abstimmung in Washington konnte McCain Medienberichten zufolge knapp für sich entscheiden. US-Präsident George W. Bush sicherte dem Favoriten am Wochenende seine Unterstützung zu. Er bezeichnete McCain als «wahren Konservativen».

(sda)

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