Obama legt wieder zu
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Obama legt wieder zu

Im Rennen um die US- Präsidentschaftskandidatur der Demokraten finden am Dienstag die Vorwahlen in den letzten beiden grossen Bundesstaaten statt. Gemäss jüngsten Umfragen führt Barack Obama vor Hillary Clinton.

Demnach liegt Obama in North Carolina mit 48 bis 50 Prozent klar vorn, Clinton kommt nur auf 39 bis 42 Prozent der Stimmen. In Indiana dagegen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab: Je nach Umfrage erreichen beide jeweils 45 Prozent, oder Obama hat einen minimalen Vorsprung von 43 zu 41 Prozent.

Landesweit baute Obama seinen Vorsprung gemäss einer Befragung von CBS News und der «New York Times» wieder auf zwölf Prozentpunkte aus. Vor einigen Tagen betrug der Abstand noch acht Punkte.

In der am Sonntag veröffentlichten Befragung sagten 60 Prozent der Wähler, Obama habe die Debatte um seinen früheren Mentor Jeremiah Wright gut gemeistert. Der Pastor hatte der Regierung unter anderem eine Mitschuld an den Anschlägen vom 11. September 2001 und der Verbreitung von Aids unter Schwarzen gegeben.

Obama distanzierte sich darauf in scharfen Worten von Wright, dessen Kirche er jahrelang besuchte und der ihn getraut sowie seine Kinder getauft hat. «Offenbar hat sich Obama wieder etwas erholt», kommentierte CNN.

Keine klare Mehrheit möglich

In North Carolina und Indiana geht es am Dienstag um zusammen 187 Delegierte für den demokratischen Nominierungsparteitag Ende August in Denver: Danach stehen lediglich sechs weitere Abstimmungen in vergleichsweise kleinen Staaten an, die Serie der Vorwahlen endet am 3. Juni.

Unter den Delegierten des Wahlparteitags können weder Clinton noch Obama eine klare Mehrheit für sich gewinnen. Ausschlaggebend sind dann die so genannten Superdelegierten, die ihre Stimmen unabhängig von den Vorwahl-Ergebnissen abgeben können.

Klarer Vorsprung vor McCain

Im direkten Vergleich mit dem republikanischen Kandidaten John McCain liegen Obama und Clinton gemäss der CBS/New York Times- Umfrage gleichermassen vorne. Der Republikaner kann demnach nach derzeitigem Stand bei der Präsidentenwahl im November mit etwa 40 Prozent rechnen, während beide Demokraten je mehr als 50 Prozent erringen würden.

In der demokratischen Partei mehren sich aber die Zweifel, ob deren Anhänger nach dem Vorwahlkampf zwischen Obama und Clinton ohne weiteres die Reihen hinter dem innerparteilichen Sieger schliessen werden. Die erbitterte Auseinandersetzung hat die Partei gespalten.

(sda)

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