Geborener Komödiant: Obama nimmt Donald Trump auf die Schippe
Aktualisiert

Geborener KomödiantObama nimmt Donald Trump auf die Schippe

Der US-Präsident scheint ein Scherzkeks zu sein: Um seine oft angezweifelte Herkunft zu beweisen, zeigte er an einem Galadinner sein «offizielles Geburtsvideo». Dieses sorgte im Saal für Gelächter.

Der US-Präsident ist nicht nur gebürtiger Amerikaner, sondern offenkundig auch ein geborener Komödiant. Das machte Barack Obama am Samstagabend beim alljährlichen Galadinner des Pressekorps des Weissen Hauses klar.

Obama nahm Immobilienmogul Donald Trump auf die Schippe, indem er ein Thema aufgriff, das derzeit einmal wieder die US-Medien beschäftigt: Seine amerikanische Geburtsurkunde.

Trump, der mit einer Präsidentschaftskandidatur auf Seiten der Republikaner liebäugelt, hatte kürzlich von Obama einen «Beweis» gefordert, dass er in den USA und nicht in Kenia, dem Land seines Vaters, geboren wurde. Nur wer in den Vereinigten Staaten zur Welt gekommen ist, darf laut US-Verfassung Präsident werden.

«Offizielles Geburtsvideo»

Vor hunderten Gästen kündigte Obama zu Beginn seiner Rede die Vorführung seines «offiziellen Geburtsvideos» an. Auf einer grossen Leinwand präsentierte der Präsident dann eine Szene aus dem Zeichentrickfilm «König der Löwen», in dem ein kenianischer Löwe seinen Sohn Simba präsentiert.

Als die Journalisten und Prominenten in Gelächter ausbrachen, relativierte Obama an den Tisch des konservativen Senders «Fox News» gewandt: «Das war jetzt ein Scherz.»

Witze über sich selbst

Der US-Präsident ist der Sohn eines Kenianers und einer US-Bürgerin und wurde am 4. August 1961 in Honolulu (US-Bundesstaat Hawaii) geboren. Politische Gegner hatten immer in Frage gestellt, dass Obama tatsächlich in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Um Zweifel ein für alle Mal auszuräumen, hatte das Weisse Haus vergangene Woche Obamas vollständige Geburtsurkunde veröffentlicht.

Auch sich selbst nahm Obama auf die Schippe: Seine seit langem bekannte Abhängigkeit vom Teleprompter werde als zweiter Teil des Films «The King's Speech» von Hollywood verfilmt, teilte er mit. Das Werk über das Stotter-Problem des englischen Königs George VI. war jüngst mit vier Oscars ausgezeichnet worden.

(sda)

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