Aktualisiert 01.01.2010 23:29

Konsequenzen nach Detroit?Obama nimmt Sicherheit in die Hand

Nach dem verhinderten Anschlagsversuch von Detroit, ist US-Präsident Barack Obama sichtlich bemüht Kritikern keine Angriffsfläche in der heiklen Sicherheitsfrage zu geben. Er hat mit ranghohen Beratern gesprochen und am Dienstag will er mit den Chefs der Geheimdienste über mögliche Konsequenzen beraten.

Der Präsident habe am Freitag von seinem Ferienort in Hawai aus mit dem Chef des nationalen Sicherheitsrats, Denis McDonough, und seinem Anti- Terror-Berater John Brennan telefoniert und über die Untersuchungsberichte zum verhinderten Attentat gesprochen, sagte ein Vertreter des Weissen Hauses. Am Wochenende wollte Obama ausführlich die von ihm angeforderten Berichte über die Hintergründe des Anschlagsversuchs studieren.

Für Dienstag hat er dann die obersten Chefs der zuständigen Geheimdienste ins Weisse Haus einberufen, um über Konsequenzen aus den offenbar gewordenenen Sicherheitspannen und dem mangelnden Informationsaustausch zwischen den Geheimdiensten zu beraten.

«Kathastrophal» und «vollkommen inakzeptabel»

Der Präsident hatte Anfang der Woche «katastrophale» Sicherheitspannen eingeräumt und die Versäumnisse als «vollkommen inakzeptabel» bezeichnet. Die Untersuchungen sollen ans Licht bringen, warum gegen den verhinderten Attentäter Umar Farouk Abdulmutallab trotz Warnungen kein Flugverbot verhängt wurde und wie er den Sprengstoff an Bord der Maschine schmuggeln konnte.

Der 23-jährige Nigerianer hatte am ersten Weihnachtstag versucht, eine US-Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Zu dem Anschlagsversuch bekannte sich das Terrornetzwerk Al Kaida auf der Arabischen Halbinsel.

(sda)

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