Aktualisiert 05.04.2007 07:07

Obama sammelt 25 Millionen Dollar

Rund zehn Monate vor Beginn der Vorwahlen in den USA hat Senator Barack Obama einen unerwarteten Erfolg beim Sammeln von Wahlkampfspenden erzielt.

Der Politiker aus Illinois hat in den vergangenen drei Monaten 25 Millionen Dollar eingenommen und liegt damit nur knapp hinter der New Yorker Senatorin Hillary Clinton, die mit einem weitaus dichteren Netzwerk bislang 26 Millionen Dollar auf dem Konto verbucht.

Dies sei «eine unmissverständliche Botschaft für das politische Establishment in Washington zur Stärke und Entschlossenheit unserer Herausforderung», schrieb Obama in einer E-Mail an seine Anhänger. Bei den Spendern handelt es sich nach Angaben seines Wahlkampfbüros um 100.000 Personen. Mehr als die Hälfte von ihnen spendete über das Internet. Auf diese Weise kam ein Beitrag von 6,9 Millionen Dollar zusammen. Hingegen hat Clinton nur etwa 50.000 zahlende Unterstützer und online bislang erst 4,2 Millionen Dollar eingenommen.

Clintons Wahlkampfchefin Patti Solis Doyle gratulierte Obama in einer Erklärung zu dem Erfolg und fügte hinzu, die Spendenergebnisse aller Bewerber der Demokratischen Partei belegten «den überwältigenden Wunsch nach einem Wandel in unserem Land». Nach vorläufigen Zahlen haben die demokratischen Bewerber bislang 80 Millionen Dollar an Spenden gesammelt. Hingegen sind es bei den republikanischen Kandidaten nur etwa 40 Millionen.

US-Präsident George W. Bush kann wegen der verfassungsrechtlichen Begrenzung nicht ein drittes Mal antreten. Die ersten Vorwahlen und Wahlversammlungen bei den Demokraten sind am 14. Januar 2008 in Iowa, am 19. Januar in Nevada und am 22. Januar in New Hampshire. Diese Abstimmungen entscheiden über die Zahl der jeweiligen Delegierten für den Wahlparteitag, der im Sommer 2008 die Entscheidung zur Präsidentschaftskandidatur bei der Wahl im November trifft. (dapd)

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