Streit mit China: Obama stärkt Japan den Rücken
Aktualisiert

Streit mit ChinaObama stärkt Japan den Rücken

US-Präsident Barack Obama hat die Bedeutung der amerikanisch-japanischen Partnerschaft hervorgehoben. Auf den diplomatischen Streit zwischen Tokio und China ist er aber nicht direkt eingegangen.

Obama an der Seite des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Obama an der Seite des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan am Rande der UN-Vollversammlung in New York.

Die Allianz beider Staaten sei einer der «Ecksteine des Friedens und der Sicherheit in der ganzen Welt», sagte US-Präsident Obama am Donnerstag an der Seite des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Auf den jüngsten diplomatischen Streit zwischen Tokio und Peking ging Obama nicht direkt ein.

Die chinesisch-japanischen Beziehungen sind in jüngster Zeit auf einem Tiefpunkt angelangt: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao sagte am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung in New York ein Treffen mit Kan ab und drohte Tokio mit weiteren Schritten, sollte ein nach einer Schiffskollision festgenommener chinesischer Kapitän nicht freigelassen werden. Der Schiffsunfall fand am 7. September in der Nähe von zwei Inseln statt, die zwischen Japan, China und Taiwan umstritten sind.

US-Generalstabschef Admiral Mike Mullen stellte sich unterdessen ganz offen auf die Seite Japans. Vor Journalisten in Washington sagte er, er hoffe, dass die diplomatischen Bemühungen zur Entspannung der Lage zum Erfolg führten. Aber, so fügte er hinzu, «wir unterstützen sehr, sehr stark unseren Verbündeten in der Region, Japan.» US-Verteidigungsminister Robert Gates sagte mit Blick auf den Konflikt: «Wir würden unsere Bündnisverpflichtungen erfüllen.» Konkreter wollte er sich dazu nicht äussern. (dapd)

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