Obama stürzt in Umfrage ab
Aktualisiert

Obama stürzt in Umfrage ab

Barack Obamas Umfragewerte sind dramatisch eingebrochen. Der Senator aus Illinois büsste seinen Vorsprung von 14 Prozent auf Hillary Clinton nahezu komplett ein. Zudem würden beide gegen John McCain verlieren.

Obama liegt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zwar mit 47 zu 44 Prozent immer noch vorne, doch statistisch ist der Vorsprung angesichts einer Fehlerquote von 4,4 Prozent praktisch vernachlässigbar.

Im direkten Vergleich mit dem Kandidaten der Republikaner, John McCain, geriet Obama zudem nach der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Reuters und Zogby erstmals in Rückstand, nachdem er im Februar noch klar in Führung lag. 46 Prozent der Befragten gaben nun an, für den Senator aus Arizona zu stimmen. Nur noch 40 Prozent bevorzugten Obama. McCain würde auch gegen Clinton siegen, mit 48 zu 40 Prozent.

Probleme mit Pastor

Nach Einschätzung von Meinungsforscher John Zogby machten Obama vor allem die vergangenen zwei Wochen zu schaffen. Clinton verschärfte in dieser Zeit ihre Angriffe gegen Obama. Zugleich geriet er wegen seines früheren Pastors unter Druck, der unter anderem den USA vorwarf, rassistisch zu sein. Die Umfrage wurde vor Obamas Grundsatzrede vom Dienstag gemacht. Dabei rief er seine Landsleute dazu auf, die Kluft zwischen Schwarz und Weiss endgültig zu überwinden.

(pbl/sda)

Obama zum Irak-Krieg

Der Irak-Krieg hat die USA nach Ansicht des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama verwundbarer gemacht. Zugleich habe der Krieg die Feinde der USA - Al Kaida, Taliban, Iran und Nordkorea - ermutigt, sagte er am Mittwoch aus Anlass des fünften Jahrestags des US-Einmarsches im Irak vor Militärangehörigen in Fort Bragg im Staat North Carolina.

Obama kritisierte seine innerparteiliche Rivalin Hillary Clinton und den wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Senator John McCain. Beide benutzten bei Themen der nationalen Sicherheit harte Worte, fällten aber Entscheidungen, die die Sicherheit der USA aushöhlten. Obama hat wiederholt darauf hingewiesen, dass er von Anfang an den Irak-Krieg ablehnte. (ap)

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