Us-Wahlen: Obama und Clinton sind jetzt ein Paar

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Us-WahlenObama und Clinton sind jetzt ein Paar

Barack Obama und Hillary Clinton haben sich nach monatelangem Streit im Interesse der Parteiräson zusammengefunden und führen jetzt gemeinsam Wahlkampf gegen den Republikaner John McCain.

«Wir sind eine Familie», betonte die New Yorker Senatorin, die Obama im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten vor drei Wochen den Vorzug lassen musste. Am Freitag wollten Obama und Clinton in New Hampshire Seite an Seite auftreten, in der Ortschaft mit dem symbolträchtigen Namen Unity (Einheit).

Obama traf am Donnerstagabend in einem Hotel in Washington mit mehr als 200 Geldgebern von Clinton zusammen. Die Frau von Expräsident Bill Clinton sagte ihren Spendern, sie sollten jetzt die Wahl von Obama zu ihrem vornehmsten Ziel machen. «Wir werden alles tun, was nötig ist, um das Weisse Haus zurückzugewinnen», sagte Clinton. Im Gegenzug versprach Obama, er werde seine neue Verbündete bei der Rückzahlung von Schulden unterstützen. Demonstrativ unterschrieb er einen Scheck über 4600 Dollar - das ist der zulässige Höchstbetrag für Einzelspenden. Clinton hat sich in ihrem Wahlkampf mit mehr als 20 Millionen Dollar verschuldet.

«Ich werde Hillary im Wahlkampf an meiner Seite brauchen», sagte Obama nach einem Bericht des einzigen Journalisten, der zu der Veranstaltung zugelassen wurde. An die Geldgeber gewandt fügte er hinzu: «Und ich werde Sie alle brauchen.»

Hinter den Kulissen wird bereits intensiv darüber verhandelt, welche Rolle Clinton künftig für Obama spielen soll. Drei Berater Clintons - Cheryl Mills, Minyon Moore und Robert Barnett - trafen dazu mit der Wahlkampfführung Obamas zusammen. Auch in der öffentlichen Meinung findet Obama jetzt mehr Rückhalt bei den Anhängern Clintons als noch vor wenigen Monaten. In einer Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Internet-Portals Yahoo gaben 53 Prozent der Anhänger Clintons an, dass sie jetzt Obama unterstützen wollten. Allerdings gibt es immer noch mehr als 20 Prozent aus dem Clinton-Lager, die jetzt lieber McCain unterstützen wollen als Obama.

(dapd)

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