Obama und McCain gewinnen
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Obama und McCain gewinnen

Barack Obama hat am so genannten Potomac Tuesday die Vorwahlen in den Bundesstaaten Virginia und Maryland sowie in der Hauptstadt Washington gewonnen. Bei den Republikanern entschied John McCain diese drei Vorwahlen für sich.

«Barack Obama konnte seit dem Wochenende acht Siege in Serie für sich verbuchen. Nach übereinstimmenden Berechnungen von US-Fernsehsendern übernahm er damit bei den Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Spätsommer erstmals die Führung vor Clinton.

Von Frauen gewählt

Nach Wählerbefragungen konnte Obama in Virginia und Maryland fast alle Bevölkerungsgruppen für sich gewinnen, die sich in den bisherigen Vorwahlen auf die Seite der früheren First Lady geschlagen hatten. Dazu gehören nach ersten Expertenanalysen die Frauen.

Im republikanischen Lager baute Senator McCain aus Arizona seine Führung weiter aus. In Virginia fiel sein Sieg über den ehemaligen Baptistenprediger und Exgouverneur Mike Huckabee mit rund 50 zu 41 Prozent relativ knapp aus.

Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass McCain bei der religiösen Rechten weiterhin wenig Rückhalt hat. Wegen der Fülle seiner Vorwahlsiege steht er aber als Präsidentschaftsbewerber der Republikaner praktisch fest.

Obama gewann in Virginia nach Auszählung der meisten Stimmen mit 63 zu 36 Prozent vor Clinton. In Maryland, wo die Wahllokale wegen Eisregens länger offen gehalten wurden, zeichnete sich ebenfalls ein grosser Vorsprung für ihn ab. In Washington lag Obama rund 50 Prozentpunkte vor Clinton.

Clinton setzt auf Texas und Ohio

Der schwarze Senator aus Illinois geht auch als Favorit in die nächste Vorwahl am 19. Februar in Wisconsin und in Abstimmungen in Hawaii. Gewinnt er dort, hätte er zehn Kandidatenküren in Folge für sich entschieden, Clinton dagegen keine.

Die New Yorker Senatorin hatte bereits zuvor klargemacht, dass sie ganz auf Vorwahl-Siege in den bevölkerungsreichen gewichtigen Staaten Texas und Ohio am 4. März setzt. Obama seinerseits sagte vor jubelnden Anhängern in Madison (Wisconsin): «Wir sind auf dem Weg.»

Ersten Analysen zufolge gewann Obama im Gegensatz zu früheren Vorwahlen in Virginia und Maryland fast ebenso viele Stimmen von weissen Wählern wie Clinton. Er erhielt zudem erstmals auch grösseren Zuspruch von Frauen, älteren Bürgern sowie von Einkommensschwächeren als seine Konkurrentin.

Clintons Vize-Wahlkampfchef offenbar zurückgetreten

Zudem erhielt der 46-jährige Obama weiterhin deutlich mehr Unterstützung von Schwarzen und jüngeren Menschen als die 60-jährige Clinton.

Nach Berichten von US-Medien ist nach Clintons Wahlkampfchefin nun auch deren Stellvertreter Mike Henry zurückgetreten. Henry soll auf die bevorstehenden «Herausforderungen» in den kommenden Wochen, die den raschen Aufbau eines neuen Führungsteams erforderten, hingewiesen haben.

Den Berichten zufolge reichte der stellvertretende Wahlkampfchef seinen Rücktritt bereits am Montag ein - zwei Tage, nachdem Spitzenmanagerin Patti Solis Doyle durch die enge Clinton-Vertraute Maggie Williams ersetzt worden war. (sda)

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