Ein Lob der Flinte: Obama-Vize Biden wirbt für Schusswaffen
Aktualisiert

Ein Lob der FlinteObama-Vize Biden wirbt für Schusswaffen

US-Präsident Barack Obama gerät unter «friendly fire». Ausgerechnet sein Vize Joe Biden empfiehlt Hausfrauen, sich eine Flinte zuzulegen, um sich sicherer zu fühlen.

von
rme

«Buy a Shotgun!» US-Vizepräsident Joe Biden hat die Vorzüge einer Flinte im Haus gelobt. Ausgerechnet Joe Biden: Nach dem Amoklauf von Newtown Mitte Dezember war er mit der Suche nach Möglichkeiten zur Eindämmung der Waffengewalt betraut worden.

«Wenn du dich schützen willst, beschaffe dir eine doppelläufige Flinte», erklärte Biden am Dienstag in einem Forum der Zeitschrift «Parents Magazine». Diesen Rat habe er einst seiner Frau Jill gegeben; so könne sie sich in ihrem abgelegenen Haus im Bundesstaat Delaware schützen. «Jill, wenn es ein Problem gibt, geh auf den Balkon, nimm diese doppelläufige Flinte und feuere zwei Schüsse nach draussen», sagte Biden zu ihr.

Ein halbautomatisches Sturmgewehr sei für einen solchen Fall nicht nötig, «denn in Wirklichkeit braucht man keine 30 Schüsse». Auch seien Sturmgewehre schwieriger zu handhaben. Mit seinen Ausführungen wollte Biden die Leser davon überzeugen, dass auch zum Selbstschutz keine halbautomatischen Sturmgewehre nötig sind.

Langjährige Kontroverse um das Waffenrecht

Nach dem Amoklauf von Newtown Mitte Dezember, bei dem ein junger Mann mit einem Sturmgewehr 20 Kinder und sechs Erwachsene in einer Primarschule erschossen hatte, hatte US-Präsident Barack Obama seinen Stellvertreter damit beauftragt, Massnahmen zur Eindämmung der Waffengewalt vorzuschlagen.

Das Weisse Haus setzt sich unter anderem für ein Verbot von Sturmgewehren und von besonders grossen Magazinen ein. Insbesondere viele Republikaner im Kongress sperren sich gegen ein schärferes Waffenrecht und verweisen auf das in der US-Verfassung festgeschriebene Recht auf das Tragen von Waffen. (rme/sda)

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