Hackerangriffe: Obama will das Internet sicherer machen
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HackerangriffeObama will das Internet sicherer machen

Nach dem Hacker-Angriff auf Sony will US-Präsident Barack Obama die Cybersicherheit stärken. Am Dienstag stellte er ein neues Gesetz vor.

Der Verkauf sogenannter «Botnets» soll strafrechtlich verfolgt werden, findet US-Präsident Barack Obama.

Der Verkauf sogenannter «Botnets» soll strafrechtlich verfolgt werden, findet US-Präsident Barack Obama.

Nach der Hackerattacke auf das Filmstudio Sony Pictures will US-Präsident Barack Obama verstärkte Cybersicherheit. Unternehmen sollen ermutigt werden, ihre Erfahrungen mit Angriffen noch besser mit den Behörden und untereinander zu teilen.

Am Dienstag (Ortszeit) stellte Obama ein neues Gesetz vor, sprach mit führenden Kongresspolitikern und rief den Kongress zum Handeln auf. Der Verkauf sogenannter «Botnets», bei denen Online-Kriminelle die Computer ahnungsloser Nutzer missbrauchen, soll strafrechtlich verfolgt werden, heisst es im Vorschlag des Weissen Hauses.

Obama: In Sachen Cybersicherheit muss mehr getan werden

Auch der Verkauf gestohlener Kreditkarten- und Bankdaten sowie von Spyware, die Identitätsdiebstahl ermöglicht, soll unter Strafe gestellt werden. «Botnets», die mit sogenannten Denial of Service-Angriffen (DoS-Attacke) bestimmte Websites ins Visier nehmen und diese gezielt lahmlegen wollen, sollen per Gerichtsbeschluss abgeschaltet werden.

Die Attacke gegen Sony sowie das von mutmasslich islamistischen Dschihad-Sympathisanten gehackte Twitter-Konto des US-Militärs zeigten, dass beim Thema Cybersicherheit noch deutlich mehr getan werden müsse, sagte Obama. Auch bei seiner Rede zur Lage der Nation kommende Woche will er das Problem ansprechen.

Cyberattacke als neue Waffe

Das «brutale Regime» Nordkorea habe Cyberattacken als neue Waffe zu seinem Arsenal hinzugefügt, sagte der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im Abgeordnetenhaus, Ed Royce, bei einer Anhörung. Trotz begrenzter Internet-Fähigkeiten sei mittlerweile eine «Eliteeinheit für Cyber-Kriegsführung» am Werk, das sogenannte Bureau 121.

«Es gibt kein internationales Abkommen oder klare Definition, was Cyber-Krieg oder Cyber-Terror ausmacht», sagte der Abgeordnete Eliot Engel. Doch Cyber-Attacken könnten zu Eigentumsverlust führen, Angst schüren, die Bevölkerung einschüchtern oder gar Leben kosten. «Sie können so ernst sein wie herkömmliche Akte des Krieges oder Terrors.» (sda)

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