Treffen mit König von Jordanien: Obama will Druck auf Assad erhöhen
Aktualisiert

Treffen mit König von JordanienObama will Druck auf Assad erhöhen

Am Freitag traf US-Präsident Barack Obama den jordanischen König Abdullah II. und sicherte ihm finanzielle Unterstützung zu. Das Land leidet unter dem Bürgerkrieg in Syrien.

Treffen in Kalifornien: der jordanische König Abdullah II. und US-Präsident Barack Obama diskutieren über die Lage in Syrien und deren Einfluss auf Jordanien.

Treffen in Kalifornien: der jordanische König Abdullah II. und US-Präsident Barack Obama diskutieren über die Lage in Syrien und deren Einfluss auf Jordanien.

Die USA wollen den Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad verstärken. Dies sagte Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. in Kalifornien. Zudem kündigte Obama Jordanien finanzielle Unterstützung an zur Versorgung syrischer Flüchtlinge.

Jordanien, das unter den Folgen des Bürgerkriegs im Nachbarland leidet, versprach Obama am Freitag Kreditbürgschaften im Umfang von einer Milliarde Dollar. Jordanien bietet derzeit mehr als 600'000 syrischen Flüchtlingen Zuflucht.

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Es müsse etwas getan werden, um die humanitäre Hilfe von Syrierinnen und Syriern zu unterstützen. Er gehe nicht davon aus, dass der Konflikt rasch beigelegt werde.

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Zunehmende Ungeduld

Obama sagte, es könnten verschiedene Schritte unternommen werden, um mehr Druck auf die Assad-Regierung auszuüben, während gleichzeitig nach einer diplomatischen Lösung des Syrien-Konflikts gesucht werde. Konkrete Massnahmen nannte er nicht.

Langer Friedensprozess in Syrien erwartet

Zuletzt hatte sich Obama angesichts Assads Ablehnung, über einen Machtwechsel in Syrien zu verhandeln, ungeduldig gezeigt. Er signalisierte einen Kurswechsel hin zu einer aggressiveren Politik.

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Aus US-Regierungskreisen verlautete, für Obama blieben alle Optionen auf dem Tisch. Zu den seit Langem diskutierten möglichen Schritten gehört die Bewaffnung syrischer Rebellen.

Erneuter Appell an Moskau

Zwei Gesprächsrunden in Genf zwischen syrischer Regierung und Aufständischen haben kaum Annäherung gebracht. Der Aufstand gegen Assad tobt seit etwa drei Jahren. Mehr als 100'000 Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht.

Das bislang einzige konkrete Ergebnis der Verhandlungen in Genf ist die vorübergehende Gewährung eines Zugangs für internationale Hilfsorganisationen in die von Rebellen gehaltene Altstadt von Homs sowie den Abzug mehrerer Hundert Zivilisten, die dort monatelang unter Beschuss von Regierungstruppen ausharren mussten. Dazu wurde eine vorübergehende Waffenruhe ausgehandelt.

Angesichts der praktisch ergebnislosen Syrien-Friedensgespräche forderten die USA Russland erneut auf, mehr Einfluss auf die Führung in Damaskus zu nehmen. Moskau spiele eine wichtige Rolle und müsse diese zugunsten der Verhandlungen nutzen.

«Die Russen müssen das syrische Regime mehr drängen als sie es bisher gemacht haben», sagte am Freitagabend die Sprecherin des US-Aussenministeriums Marie Harf. «Es gibt einfach nicht viele Länder, die Einfluss auf das Regime in Damaskus haben.» (sda)

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