Nach vereiteltem Anschlag: Obama will nicht in den Jemen ziehen
Aktualisiert

Nach vereiteltem AnschlagObama will nicht in den Jemen ziehen

US-Präsident Barack Obama hat nach eigenem Bekunden nicht die Absicht, im Kampf gegen Al Kaida amerikanische Truppen in den Yemen oder nach Somalia zu schicken.

Er sei immer noch davon überzeugt, dass das Zentrum der Aktivitäten des Terrornetzwerks im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet liege, sagte Obama in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview des Magazins «People».

Der Präsident erklärte jedoch einschränkend: «In einer Welt, die so komplex ist, schliesse ich keine Möglichkeit aus.» Aber in Ländern wie dem Jemen oder Somalia sei seiner Ansicht nach eine Zusammenarbeit mit internationalen Partnern derzeit am wirkungsvollsten.

Der Jemen ist nach dem vereitelten Flugzeuganschlag von Detroit in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt, weil der mutmassliche Attentäter dort ausgebildet worden sein soll. Angesichts einer schwachen Regierung in der Hauptstadt Sanaa nutzen islamische Extremisten das Land zunehmend als Basis. Experten gehen davon aus, dass sich mehrere hundert Al-Kaida-Kämpfer im Jemen verschanzt halten. (dapd)

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