USA: Obama wird bei Hu vorstellig
Aktualisiert

USAObama wird bei Hu vorstellig

US-Präsident Barack Obama hat mit dem chinesischen Staatschef Hu Jintao telefoniert und dabei auch das Handelsdefizit zwischen beiden Ländern angesprochen.

US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Hu Jintao wollen sich um «positivere und konstruktivere» Beziehungen zwischen ihren beiden Staaten bemühen. Dies vereinbarten beide Staatschefs bei einem Telefonat am Freitagmorgen (Ortszeit).

Obama wies Hu auf die Notwendigkeit hin, das Handelsungleichgewicht zwischen den USA und China zu korrigieren, wie der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, erklärte. Zudem sprachen die beiden über die schwächelnde Weltwirtschaft sowie den brachliegenden Kreditmarkt.

Auch mit Blick auf die Gespräche mit Nordkorea sowie dem Iran vereinbarten Hu und Obama nach US-Angaben Zusammenarbeit. Ob ebenfalls über Menschenrechtsfragen sowie die Lage in Tibet gesprochen wurde, ging aus der Erklärung von Gibbs nicht hervor. Demnach war es aber das erste Telefongespräch zwischen beiden Präsidenten seit dem Amtsantritt von Obama am 20. Januar.

Eine Äusserung des neuen US-Finanzministers Timothy Geithner hatte jüngst für Verstimmungen zwischen China und den USA gesorgt. Obama sei nach Beratungen mit zahlreichen Ökonomen davon überzeugt, dass China den Wechselkurs des Yuan zum Dollar manipuliere, hatte Geithner vor dem Finanzausschusses im US-Senat erklärt. Chinas Handelsbilanz mit den USA weist einen hohen Überschuss aus. Kritiker halten den fest an den Dollar gekoppelten Yuan für unterbewertet, was chinesischen Exporteuren Vorteile verschafft.

(dapd)

Deine Meinung