Abgang: Obamas Frau für die Wirtschaft tritt zurück
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AbgangObamas Frau für die Wirtschaft tritt zurück

US-Präsident Barack Obama verliert eine wichtige Beraterin: Die Vorsitzende des Wirtschaftsrats, Christina Romer, erklärte ihren Rücktritt.

Christina Romer

Christina Romer

Christina Romer wolle ihre Professur an der Berkeley-Universität in Kalifornien wieder aufnehmen, hiess es in einer Mitteilung des Weissen Hauses. Romer war vielbeachtete Vertreterin der Wirtschaftspolitik Obamas und war oft im Fernsehen zu sehen.

Ihr für den 3. September angekündigter Rückzug kommt zu einer Zeit, in der das Weisse Haus Probleme hat, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Wirtschaft auf dem richtigen Weg ist. Viele Amerikaner fürchten sich vor einer erneuten Rezession, die Arbeitslosenrate liegt mit 9,5 Prozent für US-Verhältnisse ausgesprochen hoch und der Staat hat mit einem gigantischen Defizit zu kämpfen.

«Christina Romer hat in einer Zeit der wirtschaftlichen Krise und Erholung mir und dem Land aussergewöhnlich gute Dienste geleistet», sagte Obama nach der Bekanntgabe des Rücktritts. Er äusserte Verständnis für den Schritt: Romer habe seit längerem an die Westküste zurückkehren wollen, ihr Sohn komme im Herbst in die Highschool. In der Vergangenheit hatte es aber auch Untertöne von Spannungen zwischen Romer und dem Vorsitzenden des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus, Larry Summers, gegeben. (dapd)

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