Aktualisiert

StaatsbesuchObamas Tochter spricht mit Hu – auf Chinesisch

Zeichen der Zeit: Sasha Obama, die jüngere Tochter des US-Präsidenten, begrüsste Chinas Staatschef Hu Jintao bei dessen Visite in seiner Muttersprache.

von
pbl
Sasha Obama bei ihrem Tête-à-tête mit Hu Jintao.

Sasha Obama bei ihrem Tête-à-tête mit Hu Jintao.

Es ist ein Ausdruck der neuen globalen Machtverhältnisse: Immer mehr amerikanische Kinder lernen Chinesisch. Auch die erst neunjährige Sasha Obama büffelt an der exklusiven Privatschule in Washington, die sie mit ihrer älteren Schwester Malia besucht, fleissig die schwierige Sprache mit ihren kryptischen Zeichen und verwirrenden Betonungen.

Nur die wenigsten Kinder allerdings erhalten die Chance, das Gelernte an höchster Stelle anzuwenden. Dazu muss man schon die Tochter des US-Präsidenten sein. Letzte Woche konnte Barack Obama seinen chinesischen Amtskollegen Hu Jintao zu einem aufwändigen Staatsbesuch empfangen. Beim Begrüssungszeremoniell im Garten des Weissen Hauses am Mittwoch waren auch Sasha und einige Klassenkameradinnen anwesend.

China besser kennenlernen

Als Daddy und sein Gast bei ihr vorbeikamen, begrüsste Sasha Obama den höchsten Chinesen in dessen Muttersprache. Dies habe der Präsident beim festlichen Staatsbankett erzählt, berichtete Ben Rhodes, ein stellvertretender Sicherheitsberater Obamas, in einer Videokonferenz mit chinesischen Bloggern.

Sasha habe «die Möglichkeit ergreifen wollen, ihr Chinesisch mit Präsident Hu zu üben», sagte Rhodes. Diese Anekdote verdeutliche den Wunsch der Amerikaner, China besser kennenzulernen, so der Regierungsbeamte. Immer mehr Menschen wollten das Land studieren und dort Geschäfte machen.

Deine Meinung