Chronik: Obamas Weg zur Präsidentenschaft
Aktualisiert

ChronikObamas Weg zur Präsidentenschaft

Bis zur Präsidentschaftswahl haben die Kandidaten Barack Obama und John McCain einen langen Weg hinter sich gebracht.

Die folgende Chronik zeichnet die wichtigsten Stationen des Wahlkampfs nach, der als der längste und teuerste in die Geschichte der USA eingeht.

Januar

Obama gewinnt die Vorwahlen der Demokraten in Iowa und South Carolina, Clinton siegt in New Hampshire, Michigan, Nevada und Florida.

McCain belegt bei der ersten Abstimmung der Republikaner in Iowa nur den vierten Platz. Sieger wird Huckabee, Romney wird zweiter. McCain gewinnt aber anschliessend die Vorwahlen in New Hampshire, South Carolina und Florida.

Februar

5.2. - Am «Super Tuesday» gewinnt Obama die Vorwahlen in 13 Staaten, Clinton siegt in neun Staaten. Obama gewinnt in diesem Monat ausserdem in Louisiana, Washington, Nebraska, Maine, D.C., Maryland, Virginia, Hawaii und Wisconsin.

McCain kann sich am «Super Tuesday» bereits deutlich von seinen Konkurrenten absetzen. Er gewinnt in neun Staaten. Zwei Tage später gibt Romney auf.

März

Clinton gewinnt in Texas, Ohio und Rhode Island. Obama siegt in Vermont, Wyoming und Mississippi.

18.3. - Der Senator distanziert sich von seinem langjährigen Pfarrer Jeremiah White und dessen radikalen Äusserungen zum Verhältnis von Weissen und Schwarzen in den USA.

4.3. - McCain sichert sich mit weiteren Vorwahlsiegen in Vermont, Rhode Island, Ohio und Texas die notwendigen Delegiertenstimmen für die Nominierung der Republikanischen Partei. Huckabee gibt seine Bewerbung auf.

April

Clinton gewinnt die Vorwahl in Pennsylvania.

Mai

Clinton siegt in Indiana, West Virginia und Kentucky, Obama in North Carolina und Oregon.

31.5. - Die Führung der Demokratischen Partei beschliesst, dass die wegen eines Terminkonflikts umstrittenen Vorwahlen in Michigan und Florida nur zur Hälfte gewertet werden, was für Obama von Vorteil ist.

Juni

3.6. - Bei den letzten beiden Vorwahlen gewinnt Obama in Montana, Clinton in South Dakota. Weitere in ihrer Entscheidung für einen Kandidaten ungebundene Superdelegierte stellen sich hinter Obama. Er sichert sich damit die Mehrheit für die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten.

8.6. - Clinton gratuliert Obama und sichert ihm Unterstützung zu.

August

23.8. - Obama benennt Senator Joe Biden zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten.

25. - 28.8. - Auf dem Wahlparteitag der Demokraten in Denver wird Obama offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert.

29.8. - McCain nominiert überraschend die Gouverneur von Alaska, Sarah Palin, für das Amt des Vizepräsidenten. Die 44-jährige gilt als konservative Reformerin, ist aber landesweit kaum bekannt.

September

1. - 4.9. - Der Wahlparteitag der Republikaner in St. Paul nominiert McCain zum Präsidentschaftskandidaten.

26.9. - Die beiden Kandidaten liefern sich ihr erstes TV-Duell. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Krise auf den US-Finanzmärkten. Einen klaren Sieger machen Beobachter nach der Diskussion nicht aus, sehen jedoch leichte Vorteile für Obama.

Oktober

1.10. - Mit Beginn des letzten vollen Wahlkampfmonats geht Obama in den landesweiten Umfragen in Führung.

7.10. - Im Mittelpunkt der zweiten Debatte stehen die weltweite Finanzkrise und die amerikanische Aussenpolitik. Obama und McCain vermeiden persönliche Angriffe. Obama sammelt nach Einschätzung von Beobachtern Pluspunkte, verpasst aber den grossen Wurf.

13.10. - Obama stellt seinen Rettungsplan für die unter den Folgen der Finanzmarktkrise leidende Mittelschicht vor. Demnach soll ein 90-tägiger Stopp für Zwangsversteigerungen von Privathäusern verhängt werden. Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen, sollen Steuerleichterungen erhalten.

14.10. - McCain präsentiert seinen Rettungsplan. Das Paket im Umfang von 52,5 Milliarden Dollar (38,4 Milliarden Euro) soll vor allem der unter den Folgen der Finanzmarktkrise leidenden Mittelschicht zugutekommen.

Obama baut seine Führung in den Meinungsumfragen aus. 53 Prozent der Amerikaner wollen Obama als Nachfolger von George W. Bush, während 39 Prozent dessen Parteifreund McCain den Vorzug geben.

15.10. - In der letzten TV-Debatte zeigt McCain sich weit bissiger als in den bisherigen Streitgesprächen, während Obama zurückhaltender ist. Er präsentiert sich präsidial und kann damit punkten: Umfragen direkt nach der Debatte sehen ihn als Sieger.

17.10. - Nach der «Washington Post» empfiehlt auch die «Los Angeles Times» ihren Lesern, am 4. November für Obama zu stimmen.

19.10. - Der frühere republikanische US-Aussenminister Colin Powell erklärt offiziell seine Unterstützung für Obama.

22.10. - In einer Umfrage liegen beide Kandidaten zwei Wochen vor der Wahl nahezu gleichauf.

27.10. - Die US-Polizei deckt ein Komplott von zwei Skinheads auf, die ein Attentat auf Obama geplant haben sollen.

29.10. - In einem halbstündigen Werbespot, der von mehreren grossen Sendern gezeigt wird, mobilisiert Obama noch einmal die Wähler. Die Wahlwerbung kostet rund vier Millionen Dollar.

2.11. - Rund 140.000 Menschen nehmen an zwei Kundgebungen Obamas in Ohio teil.

3.11. - Zum Wahlkampfabschluss ist Obama in Florida, North Carolina und Virginia. Florida und Virginia stehen auch auf dem Programm McCains, der ausserdem noch in Indiana, New Mexico und Nevada auftritt.

4.11. - Die USA wählen Barack Obama zum US-Präsidenten. (dapd)

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