Österreich: Oberarzt haut während OP ab, Patient stirbt

Aktualisiert

ÖsterreichOberarzt haut während OP ab, Patient stirbt

In Österreich hat ein Oberarzt eine laufende Operation verlassen, um einen Termin mit einem Privatpatienten wahrnehmen zu können. Die Operation endete daraufhin tödlich. Eine Untersuchung läuft.

von
Reto Heimann
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Im österreichischen Linz ist ein Mann nach einer Operation seinen Verletzungen erlegen.

Im österreichischen Linz ist ein Mann nach einer Operation seinen Verletzungen erlegen.

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Der behandelnde Oberarzt war dabei mitten in der Operation davongeloffen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der behandelnde Oberarzt war dabei mitten in der Operation davongeloffen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

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Der Patient, ein 77-jähriger Österreicher, war mit dem Rettungshubschrauber angeliefert worden und musste sofort operiert werden. (KEYSTONE/DPA/Bernd von Jutrczenka)

Der Patient, ein 77-jähriger Österreicher, war mit dem Rettungshubschrauber angeliefert worden und musste sofort operiert werden. (KEYSTONE/DPA/Bernd von Jutrczenka)

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Darum gehts

  • In Österreich ist ein Mann an einer Herzverletzung gestorben
  • Der behandelnde Oberarzt hatte die Operation kurzerhand verlassen
  • Noch ist unklar, ob ihn eine Schuld am Tod des Patienten trifft

In Österreich ist ein 77-jähriger Mann nach einer Operation im «Kepler-Klinikum» in Linz verstorben. Der Mann war am vergangenen Dienstag mit einem Aortariss per Rettungshubschrauber ins Spital eingeliefert worden. Da es sich dabei um eine schwerwiegende Verletzung handelte, wurde der Mann sogleich operiert.

Allerdings: Während dieser Operation verliess der zuständige Oberarzt den Operationssaal. Er übergab die Leitung an seinen Assistenzarzt, der den weiteren Verlauf der Operation verantwortete, berichtet heute.at.

Fristlose Entlassung möglich

Der Oberarzt hatte offenbar einen vereinbarten Termin mit einem Privatpatient wahrgenommen. Die Operation konnte zwar beendet werden, aber der Patient verstarb danach. Das Spital Linz sieht kein «medizinisch-fachliches» Versagen des Arztes.

Allerdings hat sie eine Untersuchung eingeleitet, die klären soll, ob der Tod des Patienten in Zusammenhang mit dem Verlassen des Arztes steht. Der Arzt ist bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, drohen ihm eine fristlose Entlassung und strafrechtliche Konsequenzen.

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