Aktualisiert 31.05.2004 21:50

Oberster Ferrarista soll Fiat aus der Krise führen

Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo ist zum neuen Chef des Mutterkonzerns Fiat ernannt worden. Der 56-Jährige wird Nachfolger des am Donnerstag verstorbenen Umberto Agnelli.

Für den angeschlagenen Fiat-Konzern könnte sich die Wahl von Luca Cordero di Montezemolo zum neuen Präsidenten als Glücksgriff erweisen: Was immer der Ziehsohn Enzo Ferraris im Autogeschäft bisher angefasst hat, ist zu einem Erfolg geworden. Schon mit 26 Jahren wurde Di Montezemolo Racing-Team-Manager beim Sportwagenhersteller Ferrari – und holte mit dem Österreicher Niki Lauda in den 70er-Jahren prompt zwei Formel-1-Weltmeistertitel. Mit Michael Schumacher als Fahrer und vier Weltmeistertiteln in Folge ist Ferrari in der Formel 1 zurzeit so gut wie unschlagbar.

Fiat-Vorstandschef Giuseppe Morchio hat die Wahl Di Montezemolos nicht goutiert und ist zurückgetreten. Sein Nachfolger könnte Sergio Marchionne werden, der bereits im Fiat-VR sitzt. Der Chef des Genfer Warenprüf- und Inspektionskonzerns SGS soll laut Insidern heute als Fiat-CEO vorgestellt werden.

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